Konzert bleibt in Erinnerung

Mit voller Konzentration waren die Musiker des Junior-Orchesters bei der Sache.

Für die Akteure war es "der Höhepunkt des Auftrittsjahres", wie es ihr Vorsitzender Klaus Nemeth ausdrückte. Für die Zuhörer der Blaskapelle St. Georg war deren Jahreskonzert ein dreistündiger musikalischer Genuss.

(sön) Dirigent Miroslaw Zgrzendek habe ein wirklich hörenswertes Programm zusammengestellt, "um Ihnen heute einen schönen Abend zu bieten", betonte Nemeth. Und er hatte damit nicht zu viel versprochen.

Mit dem würdevollen Konzertmarsch "Arsenal" des belgischen Komponisten Jan van der Roost ging das Orchester unter Stabführung von Zgrzendek gleich in die Vollen. Dem folgte mit "Concerto d'Amore" aus der Feder des niederländischen Komponisten Jacob de Haan ein energischer Abschnitt im Pop-Stil mit fetziger Swing-Passage. Mittelalterliche und zeitgenössische Tonsprache verband "Saga" von Kurt Gäble.

"Richtige" Blasmusik

"Verlassen wir den Programmblock ,konzertante Musik und Kunstwerke' und kommen wir zur ,richtigen Blasmusik', nämlich der Polka" führte der Moderator weiter durchs Programm. Mit "Ein halbes Jahrhundert" des Dirigenten der besten Schweizer Blaskapelle Rigisspatzen, Very Rickenbacher - eine richtige Polka-Hymne - legte das Orchester los. Sie setzte mit der "Tritsch-Tratsch-Polka" des Walzerkönigs Johann Strauss Sohn noch eins drauf und entließ dann das begeisterte Publikum in die Pause. Danach hatte das Junior-Orchester unter Leitung von Elke Beer seinen großen Auftritt.

Mit dem "Holzschuhtanz" und "Rhythm and Blues" von Jan de Haan präsentierten sich die jungen Leute. Fanfare mit Trompete und Horn, leicht durch Blechbläser und Schlagzeug unterbrochen, danach melodische Holzbläser erklangen, aber auch die Konzert-Ouvertüre "Where Eagles Soar" des amerikanischen Komponisten Stephen Reinecke. Dem bereits 1945 unter dem Titel "La Mer" zu Weltruhm gelangten "Beyound the Sea" des Kompomisten Charles Trenet folgte der Titelsong "Ich gehör nur mir" des Musicals "Elisabeth" aus der Feder von Michael Kunze. Mit "Theme from Caravans" des englischen Komponisten Mike Bratt, in Deutschland bestens bekannt durch die Titelmelodie von "Wetten dass?," begeisterte das Orchester. Es rundete das Programm mit "Leningrad" des amerikanischen Sängers und Songschreibers Billy Joel, kam jedoch ohne Zugaben nicht von der Bühne.

Zugabe musste sein

So genossen die Zuhörer dann noch den "Von der Tann Marsch" unter Stabführung von Ehrendirigent Peter Feldmeier und die Polka "Böhmischer Traum" von Norbert Gälle. "Licht aus" hieß es dann bei einer außergewöhnlichen Percussions-Performance - ein Schmankerl, wie das von Klarinettistin Ines Gauer gesungenen "Cup." Mit der Bayernhymne endete zu später Stunde ein Konzertabend, der den Zuhörern noch lange in Erinnerung bleiben wird.
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