Kostenlose Beratung für Bauern

In der Diözese gibt es wieder eine funktionsfähige Beratungsstelle für bäuerliche Familien. Hier werde Problemen in landwirtschaftlichen Betrieben, meistens hervorgerufen durch Konflikte auf familiärer, betrieblicher und gesellschaftlicher Ebene, entgegengewirkt.

Irchenrieth. (bey) Leiter Harald Staudinger stellte seine Hilfsangebote bei der Klausurtagung der Ortsbäuerinnen aus den Landkreisen Neustadt und Tirschenreuth vor. Der Religionspädagoge stammt selbst aus einem landwirtschaftlichen Betrieb.

"Obwohl die überwiegende Zahl der bäuerlichen Betriebe hervorragend läuft, muss sich die Beratungsstelle mit wirtschaftlichen Fragen, familiären Auseinandersetzungen, auch Suchtproblemen und vor allem mit Verhandlungen bei Hofübergaben befassen." Letztere machten 90 Prozent der Anfragen aus.

In keinem Fall kann die Beratungsstelle tätig werden, wenn sich ein Dritter oder Außenstehender um ein Problem, beispielsweise in der Nachbarschaft, kümmern möchte. Die Beratungsstelle wird künftig mit ehrenamtlichen Helfern ergänzt, die vor Beginn ihrer Tätigkeit eine Ausbildung absolvieren müssen und nach Möglichkeit aus der Landwirtschaft stammen sollten. Wichtig: Die Beratungsstelle arbeitet kostenlos.

Die Tagesordnung der Klausurtagung war auf den Veranstaltungsort im Heilpädagogischen Zentrum (HPZ) abgestimmt. Deshalb hatte der Bauernverband seine Thematik auf die Problembereiche jugendliche Asylbewerber und Beratung für bäuerliche Familien ausgerichtet. Kreisbäuerin Christa Kick sprach auch das Gelingen und Funktionieren einer Gesellschaft an. "Nur wenn alle in ihrer Persönlichkeit und Individualität anerkannt werden, wird dieses Ziel erreicht." Wer aufgrund fehlender eigener oder geistiger Kraft nicht zur Lebensgestaltung in der Lage sei, bedürfe der Unterstützung der Solidargemeinschaft. Dies werde im HPZ Irchenrieth in großartiger Weise praktiziert, sagte die Kreisbäuerin.

HPZ-Geschäftsführer Helmut Dörfler nannte die erneute Auswahl der von ihm geführten Einrichtung als Tagungsort ein gutes Zeichen. "HPZ und Bauernverband geben Lebenshilfe für Menschen."

Diplom-Sozialpädagoge Hans Maier, Vorsitzender des Allgemeinen Sozial- und Schuldnerberatungsvereins, erhielt für die Betreuung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge eine Spende von 500 Euro. Maier berichtete, dass die von ihm geführte Organisation seit Februar 2013 ihren Schwerpunkt auf die Betreuung von Asylbewerbern gelegt habe. Mittlerweile konzentriere sich die Tätigkeit auf die unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge.

Für diese Personengruppe sei in Neustadt ein Haus angemietet worden. Gleichzeitig würden sich kompetente Personen bereiterklären, die Vormundschaft für die Minderjährigen zu übernehmen. In einem zweiten Haus werden junge erwachsene Asylbewerber betreut.
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