Kouloch schmeißt hin

Es lief bisher alles andere als gut für den SV Poppenreuth. Der Landesliga-Aufsteiger gewann erst ein Spiel und kassierte einige deftige Schlappen. Jetzt zog Trainer Milan Kouloch die Konsequenzen.

Poppenreuth. (rez) Was sich am Sonntag nach der 0:7-Heimpleite des SV Poppenreuth gegen den ASV Veitsbronn angedeutet hatte, wurde am Montag zur Gewissheit. Trainer Milan Kouloch will nicht mehr.

Unmittelbar nach Spielende suchte Kouloch das Gespräch mit Vorstand Heribert Pickert. Der Coach zeigte sich enttäuscht mit dem bisher Erreichten. Unzufrieden war er vor allem damit, dass derzeit viele Spieler verletzt sind, andere nur 80 Prozent von dem bringen, wozu sie eigentlich zu leisten im Stande wären. Zudem schwäche sich das Team durch unnötige Undiszipliniertheiten zusätzlich immer wieder selbst.

Kouloch führte an, dass unter diesen Umständen eine Weiterarbeit seinerseits nicht mehr sinnvoll sei. Vorstand Pickert bat Kouloch darum, sich die Sache nochmals durch den Kopf gehen zu lassen. Man vereinbarte, dass man sich am Montagmittag, nachdem beide Seiten darüber geschlafen hatten, nochmals zu einem klärenden Gespräch zusammensetzen wolle.

Bei diesem zweistündigen Gespräch wurde nochmals die derzeitige Situation beim SV Poppenreuth erörtert und eventuelle Fehler auf beiden Seiten besprochen. Milan Kouloch war der Meinung, dass er dem SV Poppenreuth nicht weiterhelfen könne und er deshalb sein Amt mit sofortiger Wirkung niederlegt. Kouloch ließ sich nicht umstimmen und Pickert musste wohl oder übel den Rücktritt annehmen.

Entscheidend für den Trainer war die knappe Spielerdecke. Am Saisonstart bedingt durch fehlende Freigaben, derzeit durch die lange Verletztenliste und eine Rotsperre. Der Coach hatte dadurch kaum, beziehungsweise keine Möglichkeit, bei drohenden Niederlagen in das Spielgeschehen einzugreifen.

Bis zur Klärung der Nachfolge wird das Team voraussichtlich, die Details müssen bis zum Dienstagstraining noch mit den Beteiligten abgeklärt werden, von Pavel Veleman und Kapitän Vaclav Peroutka trainiert.
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