Kraft der eigenen Lehre

Zuversichtlich und mit vollen Auftragbüchern in die Zukunft: Witron-Geschäftsführer Helmut Prieschenk, Service-Geschäftsführer Christian Dietl, Unternehmensgründer Walter Winkler und technischer Geschäftsführer Martin Stich (von rechts). Bild: Fütterer

Die oft gehörte Klage über den Fachkräfte-Mangel greift nicht bei Witron. Das Logistik-Unternehmen setzt auf die eigene Lehre - und bildete bisher mehr als 1000 junge Menschen aus. Aktuell stehen 274 der insgesamt 2300 Beschäftigten in Ausbildung.

Parkstein. (cf) "Wir haben kein Problem, Fachkräfte zu gewinnen," betonte Geschäftsführer Helmut Prieschenk am Montag am Rande einer Pressekonferenz. 2014 hatte Witron einen Rekordumsatz von 350 Millionen Euro erwirtschaftet. "Durchwegs positive Erfahrungen" sammelte das Unternehmen mit den "transnationalen" Auszubildenden etwa aus Spanien, England, Kanada, Belgien, Venezuela, Norwegen und den USA.

Die jungen Leute sind anfangs für drei Monate in Gastfamilien untergebracht. Prieschenk: "Gerade in Parkstein gelingt ihre Integration über ein lebendiges Gemeinwesen bestens." Der "interkulturelle Aspekt" befruchte auch die Arbeit im gesamten Unternehmen. Die Belegschaft von Witron stammt übrigens aus 38 Nationen, das Durchschnittsalter beträgt lediglich 34 Jahre.

Die weltweiten Projekt-Aktivitäten - der Service gewinnt immer stärker an Bedeutung - fordern den Beschäftigten ein hohes Maß an Mobilität und Flexibilität ab. "20 bis 20 Prozent unserer Mitarbeiter sind international unterwegs," meinte Prieschenk. Witron unterhält ein eigenes Reisebüro, "weil es bei den Projekt- und Service-Einsätzen oft schnell gehen muss". Die Firma hat Niederlassungen in den USA, in Kanada, Singapur, Spanien, Frankreich, England und in den Niederlanden. Gerade in den skandinavischen Ländern spielt in den riesigen Logistikzentren die Ergonomie der Arbeitsplätze - bei aller wirtschaftlichen Effizienz - eine immer wichtigere Rolle.
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