Kramperl und Hexen

Die "Schiachperchten" erinnern an alte Überlieferungen und sollen besonders in den Rauhnächten böse Geister vertreiben. Bilder: mos (2)

Mit eigens geschriebenen Geschichten und Tänzen wilder Perchten erinnerte der Trachtenverein "Enzian" an die Überlieferungen zu den "Rauhnächten". Nach Weihnachten tobt die "wuide Goich".

Bereits zum dritten Mal führte die Brucker Rauhnachtsgmoa des Volks- und Gebirgstrachtenvereins "Enzian" am vergangenen Samstag ihren Rauhnachtsabend auf. Den Anfang machte die "Schiachperchten"-Gruppe mit ihren Kramperln und Hexen am Brucker Christkindlmarkt. Der anschließende Rauhnachtsabend im voll besetzten Meisl-Saal zeugte von großem Interesse der Bevölkerung. Daniel Reichinger, Brauchtumswart des Trachtenvereins, schrieb eigens dafür die Geschichte "Der Bauer und der Wod", welche von Alois Giptner vorgetragen wurde. Eine weitere Rauhnachtsgeschichte legte offen, weshalb die "Brucker Weiberleid den Teifl in sich ham". Mit dem "Kramperlboarischen" führten die Perchten einen Tanz auf.

Von der Brucker Stubenmusi, mit Gitarre, Hackbrett und Bassgeige, wurde der Abend passend umrahmt. In den Rauhnächten, von Weihnach-ten bis Epiphanias (6. Januar), wütete laut alten Überlieferungen "das wilde Heer" oder auch "wuide Goich". Der Brucker Trachtenverein nimmt sich seit ein paar Jahren um dieser alten Überlieferungen und Bräuche an.
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