Krasser Außenseiter

Thorsten Baierlein, Trainer des SV Sorghof, wollte in diesem Jahr eigentlich gar nicht in der Halle spielen. Die Einladung zum Medienhaus-Cup konnte er aber nicht ablehnen. Bild: Ziegler

Seit 2007 war der SV Sorghof nicht mehr beim Medienhaus-Cup vertreten. Jetzt sind sie wieder dabei. Für Trainer Thorsten Baierlein ist die Teilnahme eine Ehre, auch wenn er kein Freund des Hallenfußballs ist.

Sorghof. (kap) Daran kann sich Thorsten Baierlein, Trainer des Fußball-Bezirksligisten SV Sorghof, nicht mehr erinnern. 2006 nahm sein Team an der Premiere des Medienhaus-Cups teil, aber ohne Erfolg. Damals unterlagen die "Indianer" im Spiel um Platz sieben dem SC Luhe-Wildenau nach Siebenmeterschießen 10:11. Trainer war Stefan Fink, der später mit der Mannschaft in die Bezirksoberliga aufstieg.

Ein Jahr darauf erhielt der SV Sorghof die bisher letzte Einladung zu dem mittlerweile traditionsreichen Turnier und landete mit Trainer Bernhard Solter auf dem fünften Platz. Umso mehr freuen sich Verein und Thorsten Baierlein, wieder einmal dabei zu sein. Gespielt wird nicht in der altehrwürdigen Weidener Mehrzweckhalle, Schauplatz ist am 27. Dezember die Amberger triMAX-Halle. Nicht nur Amberg erlebt eine Premiere, sondern auch Thorsten Baierlein.

"Ich bin das erste Mal dabei und kenne das Turnier lediglich vom Hörensagen. Auf jeden Fall ist es eine Ehre für mich und den kleinen Verein, sich mit den Großen des Hallenfußballs zu messen." Eigentlich ist Baierlein kein Freund der Halle. Deshalb wollte er heuer an keinem Turnier teilnehmen. Sein Team sei keine typische Hallenmannschaft. "Aber diese Einladung kann man einfach nicht ablehnen."

"Abschlachten lassen wir uns nicht", lautet die Warnung von Baierlein an die Gruppengegner SV Etzenricht, SC Ettmannsdorf und SV Raigering. "In der Außenseiterrolle fühlen wir uns pudelwohl. Wichtig ist, dass sich meine Mannschaft ordentlich präsentiert. Was dabei herauskommt, davon lasse ich mich überraschen. Wir setzen uns also kein Ziel." Vielleicht springt der Funke aus einer bisher bestens verlaufenden Punkterunde in die Halle über. In der Bezirksliga Nord belegt der SV Sorghof momentan hinter dem FC Amberg II (1./44) den zweiten Platz mit 42 Punkten. Fleiß und Disziplin sind für den SV-Trainer die Garanten des Höhenfluges.

Aufstieg ist beim Bezirksliga-Zweiten noch kein Thema. "Wir denken von Spiel zu Spiel und nehmen natürlich gerne alles mit, bleiben jedoch auf dem Teppich. Die Mannschaft verspürt mit Sicherheit keinen Druck. Ein Aufstieg in die Landesliga allerdings wäre schon eine große Herausforderung", gibt der 39-Jährige unumwunden zu. Aber bis dahin ist es noch ein langer Weg. Jetzt freut sich der Coach erst einmal auf seine Premiere beim Medienhaus-Cup. Hoffentlich mit mehr Erfolg als 2006.
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