Kreativität von Kindern kennt keine Grenzen. Das stellen im Kulturschloss Theuern Buben und Mädchen dreier Klassen der Sulzbach-Rosenberger
Wegwerfen ist keine Kunst

Nichts Weggeworfenes war vor der Kreativität der jungen Künstler sicher. Im Beisein der drei Klassensprecher stellten die Beteiligten die neue Ausstellung "Kunst-Müll/Müll-Kunst" im Bergbau- und Industriemuseum Ostbayern vor (von links): Rektor Peter Danninger, Mino Wolf (Klasse M8.1), Lehrerin Heidi Jotz, Sina-Marie Renner (5c), Annalena Kind (6c), Lehrerin Petra Fuchs, Museumsleiter Michael Ritz und Projektbetreuerin Erika Haßler. Bild: usc
Krötensee-Mittelschule unter Beweis - mit Müll.

(usc) Mit dem, was die Wegwerfgesellschaft gemeinhin als Müll entsorgt, gestalteten die Kinder mit viel Fantasie große und kleine Kunstobjekte. Zu sehen sind sie bis Ende des Jahres in allen Räumen des Bergbau- und Industriemuseums Ostbayern in Theuern.

Seit dem Herbst wurde im Unterricht der Kunsterzieherinnen Petra Fuchs und Heidi Jotz geklebt, gemalt und gebastelt. Klopapieraufroller, Chipsbehälter, Plastiktüten, alte Teller oder das Innenleben von Computern dienten als Grundlage der Objekte für die ins Auge gefasste Ausstellung "Kunst-Müll/Müll-Kunst".

Wie Petra Fuchs bei der Eröffnung erläuterte, seien die Schüler zu der Erkenntnis gekommen, dass die Wegwerfgesellschaft alles, was nicht mehr im Trend liege oder beschädigt sei, schnell entsorge. Die Aufgabe der Schüler war, aus unnützen, beschädigten, überflüssigen Dingen etwas Neues entstehen zu lassen. Fuchs erinnerte daran, dass Picasso als erster Künstler um 1912 Collagen und Skulpturen aus Schrott und Abfall schuf, was bis dahin unbekannt gewesen sei. "Auch für die Schüler war das Neuland im Kunstunterricht."

Ein Gang durch die Ausstellung zeigte, dass die Buben und Mädchen der Klassen 5c, 6c und M8.1 wunderschöne Exponate geschaffen haben, ob aus Papier, Porzellan, Stoff, Metall, Plastik oder Holz. Eingerahmt von individuell bemalten alten Schülerstühlen, unterstreicht ein Spruch von Karl Valentin das Engagement der Kinder: "Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit."

Museumsleiter Michael Ritz freute sich über die Neubelebung des Hauses durch die Ausstellung. Schon seit fünf Jahren laufe das Projekt "Museum und Schule" mit großem Erfolg. Damit wolle man jungen Menschen zeigen, dass das Museum kein verstaubter, langweiliger Raum sei.

Rektor Peter Danninger betonte, er wolle die Schüler motivieren, ihre Kreativität auch nach außen zu tragen. Als Umwelt- und Energieschule habe man sich auch dem Thema Müllvermeidung verschrieben.
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