Kreisel eröffnet

Pfarrer Andreas Weiß segnete den Kreisel und wünschte sichere Fahrt. Einige Offizielle wie Landrat Thomas Ebeling (rechts daneben) schlugen in diesselbe Kerbe. Die einstige Kreuzung galt als Unfallschwerpunkt. Bild: doz

Ein Kreisverkehr in Bruck war unumgänglich - die einstige Kreuzung war ein Unfallschwerpunkt. Nachdem die Entscheidung über die Baumaßnahme gefallen war, kam es tragischerweise sogar noch zu einem tödlichen Unfall.

Kein Wunder also, dass sich alle Beteiligten nach der offiziellen Eröffnung am Freitagnachmittag - bei der sie symbolisch ein rot-weißes Absperrelement zur Seite hoben- zufrieden zeigten. Pfarrer Andreas Weiß segnete den Kreisel und die Offiziellen betonten die Wichtigkeit desselben. Nicht dabei war, obwohl angekündigt, Sozialministerin Emilia Müller. Sie hatte laut Landrat Thomas Ebeling erheblichen Anteil daran, dass es überhaupt zur Baumaßnahme kam. Denn das Staatliche Bauamt hatte sie zunächst aus wirtschaftlichen Gründen abgelehnt. Müller, selbst aus Bruck, setzte sich stark für die Umsetzung ein und trat unter anderem an Innenminister Joachim Hermann mit ihrem Anliegen heran, so dass der Bau des Kreisels schließlich verwirklicht werden konnte. Müller war verhindert, weil sie sich in München mit den Regierungspräsidenten zum Thema Asyl traf, wie Ebeling erklärte.

Brucks Bürgermeister Hans Frankl beschrieb seine Gefühlslage mit den Worten: "Ich bin begeistert und froh, dass das Projekt so schnell über die Bühne gegangen ist." Außerdem berichtete Frankl, dass er vor kurzem in Berlin weilte. Dort habe Bundestagsabgeordneter Karl Holmeier in Bezug auf Straßenbaumaßnahmen gesagt: "Es sind noch genügend Gelder da, wenn die Planung vorliegt." Der Brucker Bürgermeister hatte dabei die Zufahrt zur B85 im Blick, die schon länger ein Thema ist.

Die Kosten für den Kreisel lagen bei rund 1,26 Millionen Euro. Der Landkreis hat einen Zuschuss in Höhe von etwa 80 Prozent erhalten - das entspricht einer Summe von einer Millionen Euro. Die Arbeiten waren seit April im Gange. Am Kreisel treffen die Kreisstraße SAD1 und die Staatsstraße 2150 aufeinander. Auch eine Ampel war anfangs im Gespräch. Der Bauausschuss hatte im Juli 2013 diese Option allerdings abgelehnt und einen Kreisel gefordert.
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