Kreuzung entschärfen
Angemerkt

Zwei Menschen sind tot. Gestorben an einer Kreuzung, über deren Sinnhaftigkeit man spätestens jetzt nachdenken und diskutieren muss. Der so oft geprägte Satz "...muss denn erst was passieren...", er hat auf ganz furchtbare Weise am Dienstagnachmittag seine Bestätigung erfahren. Ein älteres Ehepaar verlor sein Leben. Trauer und Mitgefühl gehören den Verwandten - das sei an dieser Stelle zuallererst übermittelt. Trost kann das nicht spenden. Das wissen wir. Und dennoch: Wenn die beiden Opfer die letzten an dieser Stelle gewesen sein sollen - dann gehört die Kreuzung entschärft von den politisch und straßenverkehrlich Verantwortlichen.

Hand aufs Herz: Wer braucht an dieser Stelle tatsächlich die Verbindung zur Bundesstraße? Sind ein paar Meter Umweg - wenn überhaupt - der Preis, den wir nicht bereit sind, für solche Opfer zu zahlen? Das kann nicht sein. Die Konsequenz aus dieser Überlegung dürfte folglich nur lauten: Zu- und Abfahrt an dieser Stelle dicht machen.

In Wirnsricht, gerade mal ein paar Kilometer von der Stelle des tragischen Geschehens entfernt, hat man diesen Schritt vollzogen. Wer dort nach Sulzbach will, fährt über Siebeneichen, wer nach Amberg möchte, über Karmensölden. Warum sollte dies bei Kropfersricht nicht in vergleichbarer Weise über die Europastraße (AS 35) möglich sein?

Und um beim Thema zu bleiben: Auch auf der gegenüberliegenden Seite - vom Happy Rock her - wäre es weit sicherer, die Kreisstraße AS 35 von Pürschläg und Illschwang kommend frühzeitig auf das Brückenbauwerk bei Siebeneichen umzulegen. Damit würde die (überflüssige) Kreuzung bei Kropfersricht der Vergangenheit angehören.

erich.lobenhofer@zeitung.org

Kurz notiert

Passionssingen einmal anders

Sulzbach-Rosenberg.(ads) Katholische Jugendstelle und Pfarrei Herz-Jesu laden am Sonntag, 15. März, um 17 Uhr in die Herz-Jesu-Kirche zum anderen Passionssingen ein. "Das Kreuz im Fokus" lautet das Thema, dessen unterschiedliche Bedeutung durch Musik und Gesang sowie durch nachdenklichen Texte beleuchtet wird. Musikalisch interpretieren die Miniband, der Spontanchor, "Sax'n pipes" aus Rieden/Lintach und "Two and a half voices" aus Amberg das Thema. Die Spenden dienen den Aktivitäten der Kindergruppe der Asylbewerber in Stadt und Land.
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