Krieger bekommen's gebacken

Jubilar Andreas Schraml (Mitte) mit Vorsitzendem Manfred Kauper und Bürgermeister Manfred Porsch. Bild: hia

Abgesehen von der Mitgliederzahl stimmt's in der Windischenlaibacher Kameradschaft. Das hat auch in diesem Jahr das Backofenfest gezeigt.

Langjährige Mitglieder zeichnete die Krieger- und Soldatenkameradschaft in der Jahreshauptversammlung aus: für 50 Jahre erhielten Andreas Schraml und Günther Brunner die Treuenadel. Dem aus gesundheitlichen Gründen verhinderten Brunner wird die Nadel nachgereicht. Vorsitzender Manfred Kauper würdigte beide als engagierte und aktive Mitglieder. Bürgermeister Manfred Porsch bezeichnete sie als Perlen des Vereins.

Der Versammlung war die Gedenkfeier am Mahnmal zum Volkstrauertag vorausgegangen. Nach 40 Jahren endete dabei eine kleine Ära. Hans Zobel trug beim Ehrenzug zum letzten Mal die Fahne. Bei der Versammlung dankte Kauper ihm und Heinz Bauer, der sich vorbildlich ums Kriegerdenkmal kümmere.

Wie Kauper dann erklärte, zählt die Kameradschaft aktuell 67 Mitglieder. "Wir schrumpfen leider ein bisschen." Vor zehn Jahren gehörten der Kameradschaft noch 87 Mitglieder an. Besonders verwundere der Austritt des früheren dritten Vorsitzenden Christian Vogel. Er hatte seit 26. November 1972 zur Kameradschaft gehört. Auf Anfrage von Edwin Engelbrecht sagte Kauper zu, mit dem langjährigen Aktivposten Kontakt aufzunehmen.

Kauper berichtete von drei Vorstandssitzungen und vier Festbesuchen. Der Verein gratulierte einigen Mitgliedern zu runden und Johann Fick zum 93. Geburtstag. Er ist der Älteste in der Kameradschaft. Traurig war der Tod des ehemaligen Vorsitzenden Wolfgang Mischke. Er habe 2004 in schwierigen Zeiten für drei Jahre Verantwortung übernommen und so entscheidend beigetragen, den Verein aufrechtzuerhalten. Ein Erfolg sei das Backofenfest gewesen. Wie der Kassenbericht von Manfred Bauer zeigte, war es auch das ertragsreichste der zehnjährigen Geschichte. Die Holz-Spende Martin Zimmermanns trug zum guten Ergebnis bei.

Viel Zeit und Geld habe die Familie von Bernd und Manfred Kauper in die Renovierung des Backofens gesteckt, sagte Bauer. Reiner Schneider beantragte deshalb, dass der Verein sich an den Renovierungskosten beteiligt. Der Backofen trage wesentlich zum guten Ruf und Erfolg des Festes bei, argumentierte er. Die Mitglieder stimmten einstimmig zu. Schneider bat außerdem um Hilfe bei der Kegel-WM im kommenden Jahr. Voll des Lobes war auch Bürgermeister Manfred Porsch. Er gratulierte zu den Erfolgen. Das Backofenfest sei ein regionales Aushängeschild. Der Mitgliederschwund sei nicht die Schuld des Vereins, sondern des demografischen Wandels. Er dankte für die Wahrung des Gedenkens an die Gefallenen und Vermissten wie die Pflege des Kriegerdenkmals.
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