Kriegermahnmal herausgeputzt

Kirchenpfleger Wolfgang Bauriedl (links) koordinierte die Arbeiten zur Erneuerung der Gedenkstätte auf dem Burkhardsriether Friedhof. Bild: fjo

Bei jedem Kirchgang oder Friedhofsbesuch in Burkhardsrieth fällt der Blick auf das Kriegermahnmal. Der Standort beim Haupteingang an der einstigen Befestigungsmauer lässt kaum eine andere Wahl. Immer mehr nagte aber in den vergangenen Jahren der Zahn der Zeit an der Gedenkstätte.

Nicht nur einmal kam die Sanierung des Kriegerdenkmals deshalb in der Kirchenverwaltung, im Pfarrgemeinderat und in Gesprächen mit Stadtpfarrer Pater Hans Ring aus Pleystein auf den Tisch. Schließlich einigten sich alle Beteiligten, das Projekt noch in diesem Jahr anzupacken. Bei Kirchenpfleger Wolfgang Bauriedl aus Pfrentsch liefen alle Fäden der Vorbereitung zusammen. Gleiches galt für die Planung und Ausführung.

Viel Eigenleistung

Reibungslos klappte die Abstimmung mit der Stadtverwaltung Pleystein und mit der Pfarrei. Dies war auch notwendig, da es sich um einen Kirchenfriedhof handelt. Die Beteiligten hatten schnell beschlossen, was alles geschehen sollte. Dies war aber nur möglich, da etliches in Eigenleistung über die Bühne ging. Außen vor blieben einzig die Schriftzüge mit den Namen der Gefallenen und Vermissten aus der einstigen Gemeinde.

Im Obst- und Gartenbauverein unter Vorsitz von Gerlinde Krämer fand die Expositurgemeinde einen tatkräftigen Unterstützer. Viele Helfer ließen die Aufrufe zu Arbeitseinsätzen nicht verhallen, sondern packten tüchtig und oft mit an.

Die gesamte Fläche musste aufgegraben und planiert werden, um einen frostsicheren Unterbau zu schaffen. Durch die offene Baustelle entstand zusätzlich eine großzügige Randeinfassung. Aus Flossenbürger Granit bestehen nun die neu verlegten Bodenplatten auf dem fachmännisch hergestellten Aufbau.

Flossenbürger Granit

Zwei eingebaute Blockstufen lockern die Fläche zusätzlich auf. Nicht retten ließen sich die beiden Quader aus Sandstein im vorderen Bereich. Hierfür brauchte es Ersatz, wobei die Wahl wieder auf Flossenbürger Granit fiel. Die Steinmetzarbeiten führte die Firma Stein Schmidt aus Vohenstrauß aus. Gleiches galt für die aufwendige Spezialreinigung der gesamten Sichtflächen. Alle geschliffenen Oberflächen erhielten durch ein neues Verfahren ihren alten Glanz zurück. Letzte Hand legten die Helfer abschließend bei der Imprägnierung des Kriegermahnmals, der Bodenplatten und aller Mauerflächen an. Reine Frauensache blieb ganz am Ende die Bepflanzung der beiden Naturflächen, unter anderem mit Buchsbäumen.

Nun halten die Besucher beim Vorbeigehen wieder gerne inne und betrachten das gelungene Werk. Von allen Seiten gab es bislang nur lobende Worte für die Aktiven.
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