Kriegsgefahr

Das Nato-Manöver "Able Archer" im November 1983 markiert einen Höhepunkt der permanenten Eskalationsgefahr während des Kalten Krieges. Einige Historiker gehen davon aus, dass die Welt damals haarscharf an einem Nuklearkrieg vorbeischrammte. Hohe Militärs des Warschauer Pakts deuteten die Kriegssimulation auf dem Boden Westdeutschlands als Vorbereitung für eine Invasion. In der DDR und in der Tschechoslowakei wurden Streitkräfte in Alarmbereitschaft versetzt.

Wie die nach der Wende ausgewerteten Übungspläne der Nationalen Volksarmee offenbarten, zog die Sowjetunion auch einen atomaren Erstschlag ernsthaft in Erwägung. Die Kasernen und Stützpunkte von Amberg über Weiden, Pfreimd, Oberviechtach, Cham bis Passau hätten wahrscheinlich zu den ersten Zielen sowjetischer Atomraketen gehört. Die Folgen für die Zivilbevölkerung in der Oberpfalz wären tödlich gewesen. (upl)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.