Kriegsgräberfürsorge

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, gegründet nach dem Ende des Ersten Weltkrieges 1919, betreut heute 832 Kriegsgräberstätten in 45 Staaten mit etwa 2,7 Millionen Toten. 350 000 aktive Förderer und gut eine Million Gelegenheitsspender unterstützen mit mehreren tausend ehrenamtlichen Helfern die 571 hauptamtlichen Mitarbeiter.

Beiträge, Spenden und die Erträge aus Haus- und Straßensammlungen finanzieren den Verein zu etwa 70 Prozent, den Rest decken öffentliche Mittel, da der Volksbund offiziell im Auftrag der Bundesregierung arbeitet.

Mit dem Fall des Eisernen Vorhangs verlagerte sich der Schwerpunkt nach Osteuropa. Seit 1991 setzte der Volksbund 330 Friedhöfe des Zweiten Weltkrieges und 188 Anlagen aus dem Ersten Weltkrieg in den Ländern des früheren Ostblocks instand oder legte sie neu an. Knapp 830 000 Kriegstote wurden seither auf 82 Gräberfelder umgebettet. Diese Aufgabe stellte die Mitarbeiter vor immense Probleme. Viele der Zigtausend noch von der Wehrmacht angelegten Grablagen sind überbaut, geplündert oder zerstört. Die Umbettungstrupps setzen ihre Arbeit fort und helfen so, Schicksale zu klären.

Der Volksbund hält auch ein breites Angebot bereit, um über Themen und Probleme seiner Arbeit zu berichten. Er biete Seminare an, arbeitet mit Schulen und Hochschulen zusammen und organisiert seit 1953 internationale Jugendbegegnungen unter dem Motto "Versöhnung über den Gräbern - Arbeit für den Frieden" in ganz Europa. 20 000 Jugendliche nutzen jedes Jahr diese Angebote.

Nähere Informationen hält auch der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V., Bezirksverband Oberpfalz bereit. Anschrift: Stobäusplatz 3, 93047 Regensburg, Telefon 0941/55395, E-Mail info@volksbund.de. Unter der Telefonnummer 0561/70090 ist ein Service- und Spendentelefon eingerichtet.

Spendenkonto: DE 23 5204 0021 0322 2999 00.

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Weitere Informationen im Internet:

http://www.volksbund.de
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