Krimi in Thermenwelt

Neuzugang David Tamas (rechts) fügte sich bei den Weidenern gleich gut ein und traf zwei Mal beim Pokalerfolg gegen den SC Wedding Berlin. Bild: A. Schwarzmeier

Das war wieder Mal ein Wasserball-Krimi in der Weidener Thermenwelt. Die Lotterie des Fünf-Meter-Werfens musste über das Weiterkommen im Pokal entscheiden. Die Weidener hatten bessere Nerven als die Berliner aus dem Stadtteil Wedding.

Weiden. (prg) Nach einem sehr ereignisreichen und spannenden Pokalspiel gab es in der regulären Spielzeit keinen Sieger (13:13), die Entscheidung musste im 5-Meter-Werfen fallen und hier setzten sich die Weidener Wasserballer gegen die Gäste vom SC Wedding Berlin durch. Am Ende siegten die Oberpfälzer mit 17:15 Toren und erreichten das Achtelfinale des Deutschen Wasserball-Pokals 2016.

Das Spiel begann sehr besorgniserregend aus Sicht der Weidener Fans. Die Gäste aus der Hauptstadt gingen bereits nach knapp drei Minuten mit 3:0 in Führung. Doch an diesem Samstagabend wurden die Skeptiker eines Besseren belehrt. Die Weidener fanden wieder ins Spiel, konnten noch vor der ersten Viertelpause den 2:3-Anschluss erreichen und setzten sich im zweiten Viertel sogar weiter ab. Kurz vor der Halbzeit führten die Hausherren sogar mit 7:3, nachdem sie sieben eigene Treffer ohne Gegentor erzielten. Zwei Sekunden vor der Halbzeitpause gelang es jedoch den Berlinern, den Zwischenstand auf 4:7 zu korrigieren.

Im dritten Abschnitt des Spiels erhöhten die Berliner Gäste ihre Treffer-Effizienz und glichen schnell zum 7:7 aus. Die Unparteiischen verfolgten weiterhin ihre strenge Linie, die zu sehr vielen Wasserverweisen führte und immer mehr Spieler aus dem Geschehen nahm. Vor dem letzten Abschnitt lagen die Gastgeber mit 9:10 zurück. Bereits zu dieser Zeit waren schon sechs Akteure (aus jedem Team drei Leistungsträger) vorzeitig zum Duschen geschickt worden und es dauerte im Schlussabschnitt nicht lange, ehe zwei weitere Spieler folgten. In den letzten 30 Sekunden des Spiels spielten sich Szenen mit Seltenheitswert ab. In knapp 20 Sekunden wurden sechs (!) Spieler des Wassers verwiesen, acht Sekunden vor Ablauf der regulären Spielzeit bekamen die Weidener noch eine Chance, sich in Überzahl den Sieg zu sichern, die vergeben wurde. Am Ende hieß es 13:13.

Beim Fünf-Meter-Werfen begann der SV und verschoss, die Gäste folgten mit einem Pfostenschuss. Die nächsten beiden Schüsse saßen auf jeder Seite, Serien zwei und drei wurden auf beiden Seiten eingelocht. Louis Brunner traf für Weiden, die Gäste vergaben nochmals und Michael Trottmann machte mit seinem Treffer den Pokalerfolg perfekt. 17:15 hieß es am Ende. "Ein ganz kurioses Spiel, in dem die Ersatzspieler zu Hauptakteuren wurden. Es freut mich sehr, wie die Mannschaft, vor allem unsere Nachwuchs- und Ergänzungsspieler sich präsentiert haben", sagte Trainer Gerhard Wodarz.

SV: Tor: Matthias Kreiner: Feld: Thomas Aigner, Louis Brunner (1 Treffer), Michael Trottmann (2), Thomas Kick, Andras Langmar (2), David Tamas (2), Nikolaj Neumann (3), Marek Janecek (3), Jakob Ströll (3), Sean Ryder (1), Vladyslav Gorski, Alexander Erhardt

Wasserverweise: Weiden 17, Wedding 22
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