Kristall-Bäder AG sieht sich als Thermeneigentümerin
Wie gehabt uneins

Fakt ist: Die Arbeiter sind seit geraumer Zeit nicht nur mit Abbrucharbeiten an der Therme beschäftigt. Unklar dagegen scheinen noch die Besitzverhältnisse zu sein. Während sich die Kristall-Bäder AG als Eigentümerin sieht, hegt die Gemeinde zumindest noch Zweifel. Bild: bkr
Fichtelberg. (bkr) Können die Arbeiten zum Wiederaufbau der abgebrannten Therme noch in diesem Jahr beginnen? Die Zeichen der Ampel stehen auf Gelb.

Wie in der Freitag-Ausgabe berichtet, gehen die Abbrucharbeiten an den unsicheren und nicht mehr benötigten Gebäudeteilen weiter. "Die Abbrucharbeiten werden in dem Umfang durchgeführt, dass mit dem Neubau sofort begonnen werden kann", teilt der Geschäftsführer der Kristall-Bäder AG, Heinz Steinhart, auf Anfrage mit. Angestrebt wird demnach eine Einigung mit der Gothaer Versicherung bis Ende nächsten Monat. Beide Seiten streiten noch vor dem Landgericht Nürnberg, haben sich aber in einigen Bereichen bereits geeinigt. (Hintergrund)

Der Restbestand der ehemaligen Sauna werde erhalten bleiben, aber saniert werden müssen, betont Heinz Steinhart. Vertraglich sei die Kristall-Bäder AG zwischenzeitlich Eigentümerin, da sie den Kaufbetrag bezahlt habe. Aus diesem Grund sei die Gemeinde verpflichtet, das Grundstück von der rechtlich eingetragenen Erbpachtangelegenheit zugunsten von Dr. Walter Lipke freizumachen.

Das Heinz Steinhart tatsächlich Eigentümer der Therme ist, bestätigt die Gemeinde Fichtelberg so nicht. "Mit dem OLG-Urteil vom 30. April 2015 sind Forderungen der Gemeinde bis 2011 behandelt worden. Es stehen noch (Rest-)Forderungen aus, deren Höhe derzeit ermittelt werden", antwortet Bürgermeister Georg Ritter.
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