Kritik an Äußerungen in der CUU-Versammlung

Sauer war Neuß über Äußerungen eines Stadtrates der CUU-Fraktion anlässlich deren Hauptversammlung. Dort hatte Vorsitzender Josef Lehner sich unglücklich über den bayernweiten Internetausbau gezeigt, der für einen Teil des nördlichen Umlandes keinen Breitbandanschluss beinhaltet.

Groß sei der Frust gewesen, aber auch die Enttäuschung im Stadtrat, dass für so viel Geld vom Freistaat, der bei einer Million Euro maximal 850 000 Euro an förderfähigen Kosten zuschieße, wenig Leistung folge. Dieses Statement ließ der Rathauschef so nicht stehen. 1800 bis 2000 Anschlüsse in 15 Gemeindeteilen würden schnelleres Internet bekommen, eine Million Euro investiert, davon 850 000 Euro an Fördermitteln. Der Stadtrat sei nicht enttäuscht gewesen, wehrte sich Neuß.

Lediglich die Ortsteile Ligenz, Leiten, Hagenohe und Ortlesbrunn würden kein Glasfaserkabel bekommen. Durch die Verlegung in anderen Ortsteilen würde aber auch deren Internet schneller laufen. Neuß bat darum, den Stadtrat nicht zu verallgemeinern.

Weiter kritisierte er, dass Versammlungsteilnehmer sich auch darüber geärgert hätten, dass bei der Stadt niemand erreichbar war, als im April ein Unwetter in Nitzlbuch und Welluck Überschwemmungschäden verursacht habe. "Die Rettungskräfte, wie zum Beispiel die Feuerwehren, sind jederzeit vor Ort, wenn es Probleme gibt."

Einen Vergleich mit dem schweren Unwetter 2013, als am Siechen Keller vollliefen und Menschen in Gefahr waren, ließ Neuß nicht gelten. "Das ist ja wohl etwas anderes gewesen", meinte der Rathauschef und kritisierte hier die Äußerungen von Gerhard Lindner.

Er bat CUU-Chef Josef Lehner, künftig seine Versammlungsteilnehmer besser zu informieren. (swt)
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