Kritische Worte beim Kreisverband der Krieger- und Soldatenkameradschaften - Volkstrauertag ...
"Manche Mitarbeit lässt zu wünschen übrig"

Irchenrieth. (fz) Dem Kreisverband Neustadt im Bayerischen Soldatenbund (BSB) gehören 18 Krieger- und Soldatenkameradschaften (KSK) an. Zwei davon sind Problemkinder. Hier wird der Kreisvorstand in nächster Zeit den Hebel ansetzen.

Die Kreisversammlung des BSB wurde heuer von der KSK Irchenrieth ausgerichtet. Schriftführer Heinrich Scheidler berichtet, dass die Kameradschaften 1344 Mitglieder haben (Vorjahr: 1410). Stärkste KSK ist Mantel mit 151 Mitgliedern. Problemkinder sind Luhe und Pirk. Mit diesen werde man sich befassen müssen.

Kreisvorsitzender Heinrich Huschka bezeichnete den Kreisverband als Bindeglied zwischen Bezirk und Landesverband. Er führte die Veranstaltungen des vergangenen Jahres chronologisch auf und kritisierte, "dass so manche Mitarbeit zu wünschen übrig lässt". Mit 12 673 Euro hat man bei der Kriegsgräbersammlung wieder ein Spitzenergebnis erzielt.

Kreisreservistenbetreuer Manfred Zettl bemängelte das fehlende Interesse an der Funktioner-Ausbildung. "Wenn man keine Funktioner hat, kann man auch keine Veranstaltungen wie etwa Schießen durchführen." Daher sei 2015 nicht viel los. Zettl forderte weiter auf, die militärischen Ausbildungen besser zu besuchen.

Immer weniger in der Kasse

"Soll und Haben gleichen sich immer mehr an", war das Fazit von Kreiskassier Udo Matysiak. Letztes Jahr konnte man noch ein Plus von 61 Euro erwirtschaften. Aber bereits in den nächsten Jahren würden die Einnahmen die Ausgaben nicht mehr decken.

Der stellvertretende Landrat Albert Nickl hob hervor, dass die KSKs in ihren Orten mit der Ausrichtung der Volkstrauertage eine wichtige Aufgabe erfüllen. BSB-Bezirksvorsitzender Horst Embacher bat um ein gemeinsames Miteinander von "eingekleidet und nicht eingekleidet". Er stelle gerade in größeren Orten ein nachlassendes Interesse der Bevölkerung und besonders der Jugend am Volkstrauertag fest.

Vom Volksbund Kriegsgräberfürsorge betonte Gerd Müller, dass ohne die Kriegsgräbersammlung des BSB die Ziele des Volksbundes nicht umgesetzt werden könnten. In Osteuropa müsste noch eine Million Soldaten geborgen werden. Stefan Schmidt vom Deutschen Maklerforum als Versicherungspartner des BSB ging auf Neuerungen ein. Er stellte fest, dass bei Veranstaltungen und Schießen die BSB-Mitglieder sowohl haftpflicht- als auch unfallversichert sind. Gastschützen sind lediglich haftpflichtversichert. Für die Kreisversammlung 2016 bot sich die KSK Neustadt an. Die Entscheidung hierüber fällt jedoch erst noch.
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