Kropfersricht legt weiter zu

Bürgermeister Michael Göth (SPD) brauchte einen langen Atem bei dieser Stadtratssitzung. Nicht wegen unterschiedlicher Meinungen, sondern weil er eine umfangreiche Beschlussvorlage verlesen musste.

Sulzbach-Rosenberg. (zm) Und die war unbestritten wie selten ein neues Wohnbaugebiet. Ohne Gegenstimme passierten der Bebauungs- und Grünordnungsplan Kropfersricht Nordwest samt der dazugehörigen Satzung das Gremium. Nicht einmal im Vorfeld der Bürgerbeteiligung hatte sich eine Stimme des Widerspruchs oder eines Änderungswunsches erhoben. Auch die eingebundenen Behörden hatten sich auf ihre Standard-Stellungnahmen beschränkt, betonte die Verwaltung.

Mit 22 Parzellen

Damit ist dieses neue Wohnbaugebiet mit einem Gesamtumfang von 1,9 Hektar ausgewiesen. Es sieht 22 Parzellen mit Grundstücksflächen von knapp über 400 bis zu rund 740 Quadratmetern sowie einen Kinderspielplatz (0,5 Hektar) vor. Bebaut werden können sie mit Einzel- oder Doppelhäusern mit maximal zwei Vollgeschossen. Die ausgewiesenen Bauplätze gehören alle der Stadt.

Hinter den Kulissen etwas geknirscht hat es offenbar bei der Erstellung der Jahresrechnung 2013. das ging jedoch nur aus Andeutungen des Leiters der städtischen Finanzverwaltung, Andreas Eckl, und des Stadtrats Karl Reyzl (CSU) hervor. Als Sprecher des Rechnungsprüfungsausschusses empfahl er nach einem Statement dem Gremium zwar die auch einstimmig angenommene "vorbehaltlose Entlastung" zur Jahresrechnung 2013. Er verwies aber auch auf einige Kritikpunkte.

Die bezogen sich nicht auf die Buchführung, sondern "gewisse strategische Ausrichtungen" hinsichtlich der Haushaltsabwicklung (Gesamtvolumen 2013 rund 59 Millionen Euro). Reyzl stellte angesichts der massiven Verschuldung der Stadt (Jahresende 2013 rund 53,7 Millionen Euro) das Gebot einer sparsamen Haushaltsführung in den Vordergrund seiner Anmerkungen und kritisierte beispielsweise "die pauschale" und nicht fallbezogene Genehmigung von Haushaltsüberschreitungen in einem Gesamtumfang von knapp 115 000 Euro. Ebenso ein Dorn im Auge ist dem Rechnungsprüfungsausschuss das bisherige Gebaren bei der internen Verrechnung von Leistungen des Bauhofes und der Stadtgärtnerei.

Am Ende einstimmig

Zu 15 Sitzungen war das Kontrollgremium zusammengetreten, um den Haushalt 2013 zu durchleuchten, sieben davon waren mit Ortsterminen verbunden. Am Ende, so Reyzl und Eckl übereinstimmend, hätten alle Unstimmigkeiten und unterschiedliche Sichtweisen ausgeräumt werden können. Das schlug sich auch in der einstimmigen Entlastung nieder. Göth bewertete als Bürgermeister die vorgetragenen Kritikpunkte nicht.
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