KSK-Vorsitzender fürchtet durch Reform Bestandsprobleme bei Kameradschaften
Bundeswehr gefährdet Vereine

Vorsitzender Franz Fuchs freute sich, gemeinsam mit seinem Stellvertreter Herbert Popp Johann Dürnhofer (von rechts) für 40-jährige Mitgliedschaft zu ehren. 2. Bürgermeister Josef Weinfurtner (links) gratulierte. Bild: sön
(sön) Vorsitzender Franz Fuchs prophezeit, "durch die Umstrukturierung der Bundeswehr werden die Kameradschaften erhebliche Bestandsprobleme bekommen": Eine intensive Mitgliederwerbung sei deshalb unabdingbar, betonte er bei der Generalversammlung der Krieger- und Soldatenkameradschaft Rieden im Landgasthof Zum Bärenwirt.

Aktuell 102 Mitglieder

Die Ehrung verdienter Mitglieder stand im Mittelpunkt. Zuvor erstattete Franz Fuchs seinen Bericht. Der Verein baue nach einer Neuaufnahme auf insgesamt 102 Mitglieder, einschließlich des Ehrenmitglieds und langjährigen Fähnrichs Josef Lochner. Trotz des niedrigen Jahresbeitrags von sieben Euro, von dem ein Großteil an notwendige Versicherungen abgingen, sei eine Beitragserhöhung nicht beabsichtigt.

Ausstellung ein Höhepunkt

Die Teilnahme an kirchlichen Festen, aber auch an Feiern örtlicher Vereine sei für die Kameradschaft selbstverständlich gewesen, sagte Fuchs mit Blick auf das abgelaufene Jahr. Besonders hob er dabei Mithilfe bei der Ausstellung "100 Jahre Erster Weltkrieg" heraus. Unter Leitung von Heimatvereins-Vorsitzendem Hubert Haas sei diese ein Höhepunkt des kulturellen Lebens in der Gemeinde gewesen.

Einen trotz hoher Ausgaben positiven Finanzbericht legte Kassenwart Johann Schötz vor. "Die Ausstellung 100 Jahre Erster Weltkrieg hätte mehr einheimische Besucher verdient", würdigte 2. Bürgermeister Josef Weinfurtner das Engagement von KSK-Mitglied Hubert Haas: "Wir sind die erste Generation, die keinen Krieg erleben musste", unterstrich Weinfurtner zur Notwendigkeit eines vereinten Europas - "auch wenn Brüssel nicht immer zu verstehen ist". Gemeinsam mit seinem Stellvertreter Herbert Popp ehrte Franz Fuchs dann für 40-jährige Mitgliedschaft Johann Dürnhofer mit Urkunde und Ehrenkrug. Den verhinderten Jubilaren Josef Kummert (25 Jahre), Gerd Fleischmann, Alfons Wagner und Josef Walz (alle 40 Jahre) wird die Auszeichnung nachgereicht.
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