Kuchlers Hattrick reicht nicht

Jiri Kuchler (vorne) gelang am Sonntag im ersten Drittel ein Hattrick zur 3:1- Führung der Blue Devils. Doch die drei Tore des Tschechen reichten nicht zum Sieg, am Ende zogen die Weidener beim ERC Sonthofen mit 4:7 den Kürzeren. Hinten Marius Pöpel. Bild: Gebert

Für die Blue Devils sah es am Sonntag in Sonthofen zunächst sehr gut aus. Durch einen Hattrick von Jiri Kuchler führten sie nach einer Viertelstunde mit 3:1. Doch im weiteren Verlauf häuften sich die Fehler und am Ende setzte es die vierte Niederlage gegen die Allgäuer in dieser Saison.

Sonthofen. (gb) Die Blue Devils vergaben am Sonntag die Riesenchance, "big points" im Kampf um das Heimrecht in der ersten Play-down-Runde zu holen. Die Konkurrenten EV Füssen (12./25 Punkte) und TSV Erding (10./28) kassierten Heimniederlagen, doch nach einem starken Beginn gingen auch die Weidener (11./28) leer aus. Sie zogen beim ERC Sonthofen (9./41) mit 4:7 (3:3, 0:1, 1:3) den Kürzeren. "Jeder darf Fehler machen, aber keine so groben wie wir heute", ärgerte sich Trainer Josef Hefner vor allem über individuelle Aussetzer bei den Gegentoren vier bis sechs.

Der Weidener Coach gab überraschend Oliver Engmann den Vorzug vor dem am Freitag gegen Erding so großartig haltenden Goalie Daniel Huber. "Olli trifft aber keine Schuld an der Niederlage", stellte Hefner klar. Er musste auf Veit Holzmann (Rückenprobleme) verzichten und deshalb seine zweite Sturmreihe umbauen. Für Holzmann stürmte der etatmäßige Verteidiger Nico Ehmann neben Philipp Siller und Oleg Seibel.

Hattrick von Jiri Kuchler

"Wir haben gut angefangen, vor allem die erste Reihe war sehr stark", lobte Hefner den dreifachen Torschützen Jiri Kuchler sowie Ales Jirik und Marcel Waldowsky. Kuchler (4. in Überzahl/9. und 15. Minute) schoss die Blue Devils mit 3:1 in Führung, den zwischenzeitlichen Ausgleich hatte Michael Grimm (6.) erzielt. "Sonthofen hat eine erfahrene Mannschaft, die trotz des Rückstands nicht in Panik verfallen ist", sagte Hefner. Bis zur ersten Pause stellten Andrew Contois (18.) und Robin Slanina (19.) den Ausgleich her.

Ab dem zweiten Abschnitt agierten die Devils nur noch mit vier Verteidigern, zudem tauschte Hefner den zweiten Sturm komplett aus. "Da hat nichts funktioniert", begründete der Coach die Entscheidung, fortan auf Marco Pronath, Oliver Dam und den etatmäßigen Abwehrspieler Marius Pöpel zu setzen. In dem ausgeglichenen Match stabilisierte sich die Weidener Hintermannschaft und gestattete den Gastgebern kaum Möglichkeiten. Bis zur 39. Minute: Ludwig Synowiec verpasste die Scheibe und konnte sich dann nur mit einem Foul helfen. Es gab Penalty, den Robin Slanina zum 4:3 verwandelte.

Im Schlussdrittel versuchten die Blue Devils alles, um das Blatt zu wenden. "Wir hatten sogar mehr Schüsse, doch Sonthofen hat clever verteidigt", sagte Hefner. Auf der Gegenseite nutzten Petr Sikora (50.) und Janne Kujala (53.) gravierende Fehler und erhöhten auf 6:3 für Sonthofen. Nach dem 4:6 durch Oliver Dam (56.) keimte bei den Oberpfälzern nochmals Hoffnung auf. Hefner riskierte alles und nahm Keeper Oliver Engmann vom Eis - ohne Erfolg. Brad Miller (60.) machte mit dem "empty-net-goal" zum 7:4 alles klar. Nach 7:3, 7:2 und 2:1 war damit der vierte ERC-Sieg gegen Weiden perfekt.

Am Freitag Oberpfalzderby

Am Freitag, 6. Februar, um 20 Uhr wartet im Oberpfalzderby beim Tabellenzweiten EV Regensburg die nächste schwere Prüfung auf die Blue Devils. Zu Hause sind die Weidener am Sonntag, 8. Februar, wieder im Einsatz. Zu Gast in der Hans-Schröpf-Arena ist dann um 18.30 Uhr der EHC Klostersee.
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