Künftig sicherer durchs Dorf

Die Pleußener und Steinmühler sollen das SV-Sportheim künftig sicherer und bequemer erreichen können. Dazu soll der provisorische Weg, der von der Ortsstraße aus abzweigt, aufgewertet werden. Bild: lnz

"Pleußen aktiv - miteinander und füreinander" - unter diesem Motto stehen die Bemühungen zur Weiterentwicklung des Dorfes. In der Bürgerversammlung gab es jetzt Informationen über den aktuellen Sachstand, wobei zum Thema Spielplätze eine Diskussion entbrannte.

Fast komplett gefüllt war das Sportheim des SV Steinmühle, als Bürgermeister Roland Grillmeier die Versammlung eröffnete. Breiten Raum nahm das Pilotprojekt "Lebens-Mittel-Punkt" ein, das das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) mit der Dorfgemeinschaft Pleußen/Steinmühle ins Leben gerufen hat (wir berichteten). Architekt Gerhard Plaß und Landschaftsarchitektin Martina von Waldenfels stellten dabei die Ergebnisse der eingesetzten Arbeitsgruppe vor.

Neuer Spielplatz

Als Schlüsselmaßnahme bezeichnete die Referentin die Schaffung eines Spielplatzes mit Pavillon als Treffpunkt für Jung und Alt im Neubaugebiet "Griesäcker". Weil auch "Im Dorf" ein neuer Spielplatz entstanden sei, sollte jedoch überlegt werden, die Anlage am Verbindungsweg zwischen der Straße "Auf der Hut" und dem Siedlungsweg stillzulegen. Bei Bedarf könne dieser wieder aktiviert werden. Weiter verwies Martina von Waldenfels auf die geplante Verbesserung von Wegen im oberen und unteren Dorf. Um das Miteinander der Bürger noch auszubauen, sollten sich die Vereine bei Festen stets gegenseitig einladen.

Gerhard Plaß sah enormen Verbesserungsbedarf hinsichtlich der Barrierefreiheit und erinnerte an einen Ortstermin mit Rollstuhlfahrern. Als problematisch erwiesen hätten sich hohe Bordsteine und etwa die Zugänge zur Bushaltestelle an der B 299, zu Bänken auf Grünflächen und zum Bäckerei-Laden. Verbessert werden müsse neben dem Fußweg zum "Griesäcker" auch der Weg zum SV-Heim, der von der Straße aus abzweigt. "Das SV-Gelände ist ein Zentrum im Ort", so Plaß. Daher müsse es sicherer erreichbar sein.

SV-Heim stärker nutzen

"Wir haben gut zusammengearbeitet", sagte Stadtrat Bernhard Thoma zum Wirken der aus Bürgern aller Altersgruppen bestehenden Arbeitsgruppe. Er stellte klar, dass keine größeren Maßnahmen notwendig seien, um das Dorf weiterzuentwickeln. Abgerückt sei man von der Idee zur Schaffung eines neuen Veranstaltungsraums. Stattdessen sei man zum Schluss gekommen, das SV-Sportheim stärker zu beleben.

Karl Haberkorn wollte wissen, ob zur Verbesserung der Barrierefreiheit auch der Einbau einer behindertengerechten Toilette im SV-Heim denkbar wäre. Gerhard Plaß bestätigte, dass dies als Ziel ins Gesamtkonzept aufgenommen werden könne.

Nicht nachvollziehen konnte Roman Pritzl den Plan, einen neuen Spielplatz zu bauen und einen vorhandenen deshalb stillzulegen. "Man muss auf den Bedarf schauen", entgegnete Martina von Waldenfels und verwies auf die Ansiedlung junger Familien im "Griesäcker". Bürgermeister Grillmeier gab zu bedenken, dass es auch in Städten nur noch einen oder zwei zentrale Anlagen geben werde. "Drei Spielplätze in Pleußen sind zu viel." Wenn sich jemand darum kümmere, stehe einem Erhalt aber nichts im Wege.

Für die Aufrechterhaltung des bestehenden Spielplatzes sprach sich Robert Pötzl aus. Seiner Ansicht nach reichten einige wenige Geräte aus - und vielleicht ließe sich die Anlage sogar mit Gemüsebeeten aufwerten. Kinder könnten in Pflegemaßnahmen mit eingebunden werden und dadurch einiges lernen. Siedler-Vorsitzender Fritz Bergmann warf die Frage auf, ob die begrenzte Nutzung den hohen Aufwand rechtfertige.

Gerhard Plaß betonte, dass im Januar das Gesamtkonzept zur Ortsaufwertung feststehen sollte. Dazu findet am Mittwoch, 14. Januar, um 19.30 Uhr eine weitere öffentliche Zusammenkunft der Arbeitsgruppe im SV-Sportheim statt. Die Pläne sollten noch im Februar eingereicht werden, so dass das ALE im Mai das Förderverfahren einleiten könne. (Weitere Berichte folgen)
Weitere Beiträge zu den Themen: Steinmühle (285)November 2014 (8193)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.