Künstlerin zeigt "Das Lächeln der Natur"
Walberers Farbenreich

Rechtzeitig zum Herbst wird es im Schmidt-Haus bunt. Die Weidenerin Petra Walberer (rechts) zeigt Arbeiten in kräftigen Farben. Einführende Worte sprachen bei der Vernissage Bürgermeister Armin Schärtl und Museumsleiterin Christa Schlosser-Haubelt (Zweite von rechts). Bild: aub

Die Künstlerin Petra Walberer hat sich in das Schmidt-Haus verliebt. Jetzt ist sie mit einer Ausstellung dort vertreten. Ihre Bilder zeigen "das Lächeln der Natur".

"Kunst ist es, wenn ein Werk ins Auge sticht, ohne weh zu tun!" Diesen Leitfaden gab die Künstlerin Petra Walberer den Vernissage-Gästen und allen, die das Museum im Schmidt-Haus an den nächsten Wochenenden besuchen, mit auf den Weg, sich in ihrem "Farbenreich" umzusehen. Museumsleiterin Christa Haubelt-Schlosser begann im Beisein von Bürgermeister Armin Schärtl auch mit einem Zitat.

Facettenreiches Thema

"Farben sind das Lächeln der Natur", zitierte sie den englischen Dichter James Leigh Hunt. Weit über diese augenscheinliche Erfahrung hinaus, stelle das Phänomen "Farbe" ein allzeit facettenreiches, weil essenzielles Thema der Kunst dar. Rein augenscheinlich, physikalisch, biologisch, chemisch, psychologisch - die großen Meister näherten sich diesem aus unterschiedlichen Aspekten.

Die Mischpalette von Petra Walberer bewegt sich bevorzugt zwischen Rot- (Vitalität, Lebensfreude), Orange- (Vergnügen, Leichtigkeit) und Gelbtönen (warm und anregend hell wie das Sonnenlicht). "Weil aber nach Schopenhauer die rote Farbe die grüne fordert", so Haubelt-Schlosser weiter , "wachsen" im "Farbenreich" stets auch Komplementärtöne, zuweilen gar ganz dominant, beispielhaft ausgedrückt im Bildtitel "Der Herbst ist der Frühling des Winters".

Ähnlich lebendig experimentell ist der jüngste Umgang der Künstlerin mit Materialien: Sie bügelt Wachsmalkreiden auf, übermalt, kratzt oder verwischt Farbe und dies nicht nur auf Leinwand, kürzlich hat sie kaum behandelte Holzbretter und deren Maserung für sich entdeckt. Beiläufig führt dies zu mehr Abstraktion. "Statt zu versuchen, genau das wiederzugeben, was ich vor Augen habe, bediene ich mich der Farbe viel willkürlicher, um mich kraftvoll auszudrücken", gab die Laudatorin van Gogh wieder.

Öl und Acryl

Sie fasste Walberers Werdegang kurz zusammen: Die studierte Erziehungswissenschaftlerin machte neben dem Grundschullehramt auch eine Ausbildung in BWL, Marketing und EDV. Nach siebenjähriger Tätigkeit als leitende Produktmanagerin kehrte sie 1993 ins Lehramt zurück, zunächst in Aschaffenburg, jetzt im heimatlichen Weiden. Parallel dazu bildete sie sich künstlerisch in den Techniken Öl, Acryl, Keramik und Metallbearbeitung fort. Nach Einzel- und Kombi-Ausstellungen wurde sie auf das Museum im Schmidt-Haus aufmerksam, in das sie sich "sofort verliebt hat" und das zu ihrer "besonderen Freude" noch bis 9. November freitags bis sonntags von 14 Uhr bis 17 Uhr in ihr "Farbenreich" einlädt.
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