Kulmain dreht Spiel

Eine Halbzeit lang hatte die SV Grafenwöhr in Kulmain alles im Griff und führte mit 2:0. Nach dem Wechsel sah die Sache anders aus: Die Heimelf drehte die Partie und wittert nun wieder Morgenluft im Bezirksliga-Abstiegskampf. In dieser Szene setzt der Grafenwöhr Thomas Rahn (links) gegen Christoph Dumler zur Grätsche an. Bild: A. Schwarzmeier

Der Einstand von Interimstrainer Roland Schreglmann bei der SV Grafenwöhr ist misslungen. Seine Mannschaft verlor in Kulmain in der Schlussphase eine schon gewonnen geglaubte Partie.

SV Kulmain: Herrmann, Zeltner, Ditschek, Popp (46. Materne), Neumüller, Greger, Griener (81. F. Kastner), Dumler, D. Kastner (69. Pusiak), Dollhopf, Schmidt

SV Grafenwöhr: Pautsch, König, Rahn, Träger, Wächter, David Dobmann (71. Alexander Dobmann), Renner, Weissel, Schönberger (80. Fichtl), Kraus, Schmidt

Tore: 0:1 (24.) Thomas Rahn, 0:2 (29.) Benjamin König, 1:2 (70.) Christoph Dumler, 2:2 (89.) Peter Dollhopf, 3:2 (90.+1) Nico Pusiak - SR: Robert Kaufmann (Wenzenbach) - Zuschauer: 150

(sol) Der SV Kulmain hat in den Schlussminuten eine Partie gedreht, die schon verloren schien. Bis zur 89. Minute lagen die Hausherren mit 1:2 zurück, um dann mit einem Doppelschlag doch noch das Ruder zum 3:2-Sieg herumzuwerfen. Damit behält Kulmain die Nichtabstiegsplätze in Sichtweite, während die Sportvereinigung Grafenwöhr ihren Abwärtstrend auch unter Solter-Nachfolger Roland Schreglmann vorerst nicht stoppen konnte.

Grafenwöhr hatte von Beginn an mehr vom Spiel und profitierte von den Unsicherheiten der nervösen Kulmainer Abwehr. Nach Fehler von Neumüller war Träger frei vor Torwart Herrmann, doch dieser konnte gerade noch klären. Thomas Rahn verwertete eine scharfe Hereingabe aus spitzem Winkel zur Grafenwöhrer Führung. Nur fünf Minuten später erhöhte Benjamin König auf 0:2. Im Alleingang gelang es ihm, die SVK-Abwehr zu übertölpeln. Gästekeeper Pautsch musste sich erst kurz vor dem Halbzeitpfiff bei einem Freistoß von Dumler strecken. So gingen die Gäste mit einer verdienten Führung in die Kabine.

Durch die Einwechslungen von Materne und Pusiak gelang es Kulmain nach dem Wechsel mit zunehmender Spieldauer mehr Ballsicherheit und Zugriff im Mittelfeld zu entwickeln. Grafenwöhr tat zunehmend weniger. Der abgefälschte Anschlusstreffer von Dumler war für den SVK ein Weckruf. In der 89. Minute schloss Peter Dollhopf eine schöne Kombination zum Ausgleich ab, ehe Nico Pusiak mit dem Schlusspfiff noch der vielumjubelte Siegtreffer zum 3:2.Endstand gelang.

Vor allem die gezeigte Moral und Kampfkraft lassen auf einen nicht aussichtslosen Abstiegskampf im Kulmainer Lager hoffen. Grafenwöhr hat es dagegen verpasst, sich mit einem Sieg von einem Konkurrenten abzusetzen.
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