Kultur im Schloss mit unfreiwilliger Umbaupause
Flucht ins Sudhaus

Gerhard W. H. Schmidt, Bettina Schönenberg und Christa Steger (von links) alias "Die Diven und der Schmidt" überzeugten bei ihrem Auftritt erst auf der Bühne im Schlosshof und später im alten Sudhaus. Bild: rtw
Die Mischung aus schönem Ambiente, Gaumenfreuden in fester oder flüssiger Form und zugkräftigen Künstlern überzeugte auch bei der 16. Auflage der Veranstaltungsreihe "Kultur im Schloss". Die Besonderheit diesmal: Sie endete nicht dort, wo sie begonnen hatte.

Zum ersten Mal präsentierte der Tourismusverein Interpreten aus der Kategorie Musikkabarett: Die Diven und der Schmidt standen auf der Bühne im Schlosshof. Wolfgang Rattai begrüßte die Gäste und bedankte sich bei der Brauerfamilie Haberler für die Aufnahme im Schloss sowie bei den Helfern.

Im gut gefüllten Innenhof boten die Künstler bekannte und eher selten gehörte Lieder von großen Damen der Unterhaltungsmusik. Gewürzt mit Kommentaren und Geschichten aus dem Leben einer Diva, wechselten Soul und Swing mit Chansons ab.

Hildegard Knefs "Für mich soll's rote Rosen regnen" muss das Wetter dann in den falschen Hals bekommen haben. Begleitet von Blitz und Donner, ging ein heftiger Schauer nieder. Die Brauerfamilie bot spontan das schön renovierte alte Sudhaus als Unterschlupf an. In rekordverdächtiger Zeit bauten Künstler, Techniker und mit zupackende Gäste die Musikanlage um.

Im Trockenen liefen die Sängerinnen, begleitet von ihrem leidenschaftlichen Klavierspieler, zur Hochform auf. Die kuschelige Atmosphäre und die Nähe zum Publikum taten ihr Übriges. Mit ausdrucksstarken Stimmen präsentierten sie die Songs von Milva, Mireille Mathieu und Edith Piaf. Eine Interpretation von "Es war der Wein von Mykonos" der Ersten Allgemeinen Verunsicherung sorgte für Heiterkeit. Die begeisterten Gäste forderten Zugaben, die die Künstler gerne gewährten.
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