Kundentreppe nach oben

Dass Werbung und Marketing mehr heißt, als eine bunte Anzeige aufzugeben oder einen Flyer zu kreieren, beweist die Werbeagentur CP 2 in Altenstadt seit Jahren. Mit großem Erfolg arbeitet das Unternehmen für namhafte Kunden. Der Wirtschaftsclub Nordoberpfalz durfte blickte hinter die Kulissen.

Altenstadt/WN. (sbü) Die Kundenliste von CP 2 ist sehr lang. Sie beginnt bei ATP-Autoteile und DAF-Nutzfahrzeugen. Es folgen zahlreiche große Markenkonzerne. Dass es vor allem auf den Bekanntheitsgrad ankommt, erläuterte Agentur-Chef Christian Fröhlich mit seinem Team.

Sie stellten detailliert beeindruckende Beispiele von Werbekampagnen vor, samt Computeranimationen und Imagefilmen. "Ganzheitlich" nennen Christian Fröhlich und Detlef Wildenheim, Bereichsleiter Strategische Markenführung, ihr Dienstleistungsangebot. Während klassische Werbeagenturen oft direkt und unmittelbar die Kundenwünsche für Werbeaktionen umsetzen, sieht sich CP 2 als Consultingagentur, die eine systematisch entwickelte strategische Markenführung in den Mittelpunkt stellt. Die Werbeexperten gehen dabei in das Unternehmen des Kunden und analysieren Marktposition und Marktauftritt. Am Ende steht eine "Road Map", das heißt ein Kampagnenplan, in dem jeder Beteiligte die von ihm zu erledigenden Aufgaben ablesen kann. "Kommunikations- und Marktpositionsanalyse zählen genauso dazu, wie Mitarbeiterbefragungen zur Arbeitgeberattraktivität", erläuterte Wildenheim.

Damit solle die Basis für eine effiziente und zielgruppenspezifische Vertriebskonzeption geschaffen werden. Dass es für manche traditionelle Unternehmer schwierig sei, eine solche Strategie zu akzeptieren, weiß Wildenheim. "Aber was nützt es, in der Vergangenheit mit der einen oder anderen intuitiven Strategie Erfolg gehabt zu haben, wenn sich jetzt plötzlich in dem sich schnell wandelnden Marktumfeld Schwächen des Unternehmens zeigen?"

Die Marketingkampagnen müssten sich nach der Zielgruppe richten und nicht nach dem Geschmack des Unternehmers. "Der Köder muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler."

Um die Ansatzpunkte für erfolgreiche Vertriebskonzeptionen zu finden, gehen die CP 2-Strategen in einem Stufenansatz vor. "Kundentreppe" nennen sie das. Dabei steht ganz oben die Bekanntheit einer Marke, dann folgt das Image. "Ist die Marke zu wenig bekannt, nützt auch ein hohes Image wenig."

Bei den weiteren Stufen Kaufbereitschaft, dann tatsächlicher Kauf sowie Loyalität zum Produkt müssten dann absteigend ähnlich hinterfragt werden. Die CP 2 entwickelt Handlungsfelder für eine erfolgreiche strategische Markenführung und Vertriebs- und Marketingplanung. "Eventuell tut es weh", sagt Wildenheim, manch Bewährtes abgeschafft werden müsse. "Die Werkbank", damit bezeichnet er die konkrete Werbeaktion, "kommt am Ende".
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