Kunst auf dem Friedhof

Fünf Glaselemente mit Flammen darauf: Für diese Gestaltungsvariante - Gesamtkosten: rund 12 000 Euro - entschied sich der Stadtrat. Repro: rn

Ein Werk von Wolfgang Höller wird die neue Urnenanlage bereichern und künstlerisch ergänzen. Dafür sprach sich der Stadtrat einstimmig aus. Platz finden wird das "Flammende Glas" in der Mauernische an der Ostseite des städtischen Friedhofs.

Diese befindet sich südlich der neuen Urnenanlage und war vor Jahrzehnten einmal bei einer möglichen Erweiterung als Durchgang angedacht gewesen.

In der farblichen Gestaltung des Kunstwerks fand Landschaftsarchitekt Wolfgang Fetsch aus Amberg eine gedankliche Verbindung zu der angrenzenden Urnenanlage: "Die Glaselemente stellen Flammen dar." Bei einem Ortstermin Anfang Oktober hatte er zusammen mit dem Eschenbacher Künstler Wolfgang Höller den Stadträten das Projekt vorgestellt.

Seinen Informationen nach ist vorgesehen, die Glaselemente zwischen Sicherheitsgläsern anzubringen. Dahinter wird dann an der Mauer eine glänzende Metallplatte befestigt. Eine Zeitschaltuhr soll für wirkungsvolle Beleuchtung sorgen. Die Gesamtkosten für das "Flammende Glas" hat Fetsch mit zirka 12 000 Euro veranschlagt. Für ihn stellt das Kunstwerk ein Pendant zur Glaswand am Marienplatz dar.

Der städtische Friedhof erhalte durch Wolfgang Höllers "Flammendes Glas" eine Aufwertung, sagte Fritz Betzl für die SPD. "Wir haben uns vor Jahren neue Wege und jetzt eine Urnenanlage geleistet. Nun sollten wir einen weiteren Gestaltungsschritt für unseren Friedhof unternehmen", appellierte er an seine Kollegen.

Für die CSU-Fraktion sprach Marcus Gradl von einem schönen Stadtbild: "Warum sollte man nicht den Friedhof einbeziehen?" Ähnlich äußerte sich Hans Bscherer (Freie Wähler). Willi Trummer, zugleich Vorsitzender des Obst- und Gartenbauvereins, ist bereits einen Schritt vorgeprescht. Er gab bekannt, dass der Landesverband der Gartler einen Wettbewerb ausgeschrieben habe und er, Trummer, die Neugestaltung auf dem Friedhof bereits dafür angemeldet habe. Der Freie Wähler zeigte sich "zuversichtlich, dass wir punkten".

Nach dem einstimmigen Beschluss, verbunden mit der Entscheidung für die Gestaltungsvariante I, gab Fritz Betzl seiner Hoffnung Ausdruck, "dass der 'Schandfleck Gruften' auch bald verschwunden ist". Der Stadtrat ist sich bereits einig, dass die Gruftanlage einen Anstrich erhalten soll, der sich farblich den angrenzenden Gebäuden anpasst. Bürgermeister Peter Lehr bescheinigte dem Architekten abschließend eine hervorragende Arbeit "im Bereich der Urnenanlage". Fetsch sah den Beschluss des Stadtrats als "tolle Entscheidung, dass bei Baumaßnahmen auch an Kunst gedacht wird".
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