Kunst und Stadthistorie: Susanne Vonhoff und Florian Frank führen über den Phantastischen ...
Bunte Fische in einem Meer aus Blumen

Ein Einblick in Kunst, Geschichte und Natur entlang des Phantastischen Karpfenwegs gab es bei einer besonderen Führung. Bild: stg
Kemnath. (stg) Geschichte, Natur und Kunst - sie standen am Samstag im Mittelpunkt bei einer Führung über den Phantastischen Karpfenweg. Als Experten fungierten Susanne Vonhoff, deren kreative Idee vor zehn Jahren im Phantastischen Karpfenweg mündete, sowie Stadtgärtner Florian Frank, der allerhand Wissenswertes zu den blühenden Anpflanzungen und deren Entstehung beitrug.

Knapp 50 Interessierte hatten sich am Eisweihergelände zum knapp zweistündigen Rundgang versammelt. Auf dem Weg bestaunten sie die rund 20 ungewöhnlichen Fische. Sie sind gefertigt aus Glasfaserkunststoff und Metall. Jeder ist 2,10 Meter lang, einen guten Meter hoch, knapp 60 Zentimeter breit und bunt bemalt. Angereichert sind die einzelnen Stationen des Rundweges mit Fisch- und Wassergedichten sowie historischen Stadtinformationen. Damit sich niemand verirrt, sind sogar Wegweiser in Karpfenform aufgestellt und auf den Bodenbelag aufgesprüht.

Neben den künstlerischen Aspekten wusste Vonhoff allerlei Historisches über die Stadt zu berichten: Die "Karpfenweg-Wanderer" erfuhren von der alten Kemnather "Stadtbrille", hörten Interessantes über die hoch aufragenden Stadel mit ihren wuchtigen Sandsteinquadern im "Scheunenviertel" und lauschten der Geschichte vom Franziskanerkloster, das bis zur Säkularisation 1803 in Kemnath angesiedelt war. Auch die zahlreichen Gewässer in und rund um die Stadt banden die beiden Reiseleiter mit ein. Nicht fehlen durfte ein Stopp an der Fisch- und Wassererlebniswelt für Kinder an der Seeleite.

Ausführlich gewürdigt wurden zudem die "Hauptakteure" des Karpfenweges, so dass die Interessierten auch Bekanntschaft machen konnten mit Skulpturen wie "Serengeti", "Lilly" oder "Karl".

Das Umfeld des Phantastischen Karpfenwegs unterscheidet sich ziemlich von den vergangenen Jahren. Dass Kemnath vor allem entlang des Karpfenwegs aufblüht, zeigte sich während der Führung sehr deutlich. Florian Frank erläuterte die Besonderheiten der Anpflanzungen und erklärte auch, wie das maschinelle Pflanzen von Blumenzwiebeln vor sich geht. "Grünräume sind wie Visitenkarten einer Stadt: Sie geben einen ersten Eindruck und schaffen ein positives Image, man fühlt sich wohl", betonte Frank.
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