"Kunst vor der Haustür"

Als Hausherren boten Wolfgang Busch (rechts) und Silvia Lehner (links) von der Sparkasse Oberpfälzer Künstlern ein Fenster für ihre Werke: Hans Wuttig, Irene Fritz, Gerda Gillitzer und Otto Dünne (Zweiter bis Fünfter von links). Stellvertretender Landrat Albert Nickl (Zweiter von rechts) appellierte bei der Vernissage an die Besucher: "Erfreuen Sie sich an den ausgestellten Kunstwerken." Bilder: rn (3)

Die Kunst ins richtige Licht rücken - das tut einmal mehr die Sparkasse. Bis 24. Oktober dient ihr Schalterraum drei Mitgliedern des Oberpfälzer Kunstvereins (OKV) als Schaufenster.

Mit seiner dritten Ausstellung in der Reihe "Kunst in der Region" stellt der OKV drei weitere langjährige Mitglieder vor: Ehrenmitglied Hans Wuttig, Otto Dünne und Gerda Gillitzer. Wolfgang Busch, Direktor der Eschenbacher Filiale, hieß bei der Vernissage Künstler und Gäste willkommen.

Auf hohem Niveau

Stellvertretender Landrat Albert Nickl sagte, er freue sich über "Kunst vor der Haustür". Viele regionale Künstler würden Kunst auf hohem Niveau schaffen. Als Laudatorin fungierte OKV-Vorsitzende Irene Fritz. Sie lobte die gute Verbindung zur Sparkasse, die bereits zum dritten Mal OKÄV-Mitgliedern ein Heimspiel ermögliche. Hans Wuttig gratulierte sie zu seinem langen Schaffen. Sie verwies darauf, dass er an der Münchner Akademie der bildenden Künste bei Richard Seewald studiert hat.

In den Farbkontrasten und "spätexpressionistischen Pinselstrichen" des akademischen Malers erkannte Fritz viel Emotionalität. Für sie sei es stets reizvoll, mehrere seiner Werke nebeneinander zu sehen. Neben dem Rußweiher zeigt Wuttig unter anderem Werke aus der Toskana, Gran Canaria und Prag.

Unterschiedliche Techniken

Als Bauzeichner war Otto Dünne lange Zeit im Raum Eschenbach tätig. Seit 2002 betreibt er in Weiden eine Druckwerkstatt. Die OKV-Vorsitzende berichtete von seinen Naturstudien und abstrakten Kompositionen. In den Holzschnitten Dünnes fand sie "symbolhafte Natur, viel Licht und Schatten". "Als Grafiker und Zeichner experimentiert Dünne mit unterschiedlichen Drucktechniken und zeigt so das Spektrum grafischen Arbeitens vom Holzschnitt zur mehrteiligen Farbradierung."

In den Arbeiten von Gerda Gillitzer erkannte sie ein "Spiel mit Oberflächengestaltung und Ton". Die gebürtige Wienerin mit Oberpfälzer Wurzeln nehme sich bei ihren Werken den Freiraum für das Experiment mit Formen und dem Spiel mit Glasuren. Sie sei beeindruckt von der Wirkung von Oberflächengestaltungen, die Rinde oder Stein ähneln, sagte Fritz.

"Die Arbeiten haben Witz: Wiener Schmäh und phantastischer Realismus." Gillitzer lebt seit 1962 in Pleystein. Kurse hat sie bei Michel Anesse, einem Schüler Picassos, belegt.

Im Namen seiner Kollegen bedankte sich Hans Wuttig bei Wolfgang Busch und dessen Mitarbeitern für die Mithilfe bei der Ausstellung und bei Irene Fritz für die Einführung.
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