Kurse sind nicht alles

Wie wird man "Go-Go-Girl"? Showtänzerin Tanja, die mit Kollegin Elly die Besucher der Partynacht des Trabitzer Sportvereins unterhielt, hat darauf eine überraschend unspektakuläre Antwort: "Tanzen ist mein großes Hobby seit der Kindergartenzeit." Zum Go-Go-Tanz sei sie durch Zufall gekommen: "Ich bin ins kalte Wasser gesprungen. Man hatte mich gefragt, ob ich nicht mal als Aushilfe einspringen wollte, und seither bin ich dabei."

Ähnlich, wenn auch nicht so spontan, verlief Ellys Einstieg in den erotischen Schautanz: "Der DJ in meiner Stammdisco, dem mein Tanzen offenbar gefiel, hatte mir vorgeschlagen, ich sollte mich bei einer Agentur bewerben. Allerdings musste er mich dann noch drei Monate lang überreden, bis ich mich entschloss, dort anzurufen." Aber wie erlernt man diese ungewöhnliche "Tanzdisziplin"? Es gebe Kurse, verrät die blonde Mittelfränkin: "Aber das Wichtigste sind Talent, Spaß, Unbefangenheit und die Fähigkeit, sich selbst zu entwickeln."

Mit Kursen allein komme man nicht weit: "Solchen Tänzerinnen merkt man an, dass sie immer noch bei jedem Schritt und jeder Bewegung mitzählen." Auf Können und Charakter seiner Künstlerinnen legt auch Agenturchef Andreas Konietzko Wert, der "ansprechende erotische Unterhaltung mit Stil" bieten will. Dementsprechend nimmt er nicht jede Buchung an: "Meist merkt man schon am Telefon, ob ein Kunde seriös ist oder nicht." Trotzdem fehle es seinem Team, zu dem auch männliche Tänzer zählen, nicht an Aufträgen: "Der Juli ist restlos ausgebucht." (bjp)
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