KZ Flossenbürg

Als am 23. April 1945 die ersten US-Soldaten das Konzentrationslager Flossenbürg an der bayerisch-tschechischen Grenze erreichen, finden sie nur mehr 1500 schwer kranke Häftlinge vor, von denen viele noch nach der Befreiung entkräftet sterben. Das Lager, in dem Anfang März noch weit mehr als 16 000 Menschen eingesperrt waren, war geräumt worden. Die SS hatte rund 15 000 Häftlinge in Gruppen Richtung Dachau getrieben. Entlang dieser Todesmarschrouten finden die US-Soldaten mehr als 5000 Leichen.

Zwei Drittel der 100 000 Häftlinge, die von 1938 bis 1945 im KZ-Flossenbürg und seinen rund 90 Außenlagern eingesperrt waren, stammten aus Osteuropa. Die Außenlager erstreckten sich von Prag bis Würzburg und von Dresden bis Eichstätt. Von den mehr als 84 000 Männer und 16 000 Frauen, starben rund 30 000.

Das Lager diente den wirtschaftlichen Interessen der SS. Der Granit war ein begehrter Baustoff für Prachtbauten der Nationalsozialisten, aber auch für Autobahnen. Ab 1943 wurde das KZ Flossenbürg für die Rüstungsproduktion für Messerschmitt genutzt. (paa)
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