"Lach- und Sachgeschichten aus dem Dorfleben"

Als Meerestiere kamen die Kirwaleit auf die Bühne, um das Dorfgeschehen des vergangenen Jahres zu beleuchten. Drei Meerjungfrauen witzelten zunächst über das Badegeschehen am Dorfweiher. Damit ihr Gatte keinen Speck ansetzt, treibt eine Anliegerin ihren Mann täglich früh und abends in die Flut.

Beim Nachbarn sei der Wohlstand ausgebrochen, der habe Schlauchboot durch Segelyacht ersetzt. Nur mit dem Wind wollte es nicht klappen so musste er einen Motor nachkaufen. Diesen hätten einige Akteure beim Sautrogrennen gut brauchen können. Den Alten (Stadtrat Emil Bauer und Albert Mayer) ging dabei früh die Puste aus. Drei Meerjungfrauen fassten die Szenen mit selbst geschriebenen Texten und bekannten Melodien zusammen.

Weiter ging es mit einem Bauern, der auf der Straße seinen Kipper vorbeifahren sah. Er sprang ins Auto und stoppte den vermeintlichen Dieb im nächsten Dorf. Es stellte sich heraus, dass die jungen Fahrer im Auftrag der Nachbarin unterwegs waren und aus Versehen den falschen Kipper angehängt hatten.

Eine weitere Szene gehörte dem Bau des Gemeinschaftshauses. Die Meeresbewohner fragten sich, ob das Gebäude jemals fertig wird. Es gehe zu wie beim "Leistritz": Zwei arbeiten und zehn schauen zu. Die Kommunalpolitik bekam auch ihr Fett weg. Von einem "kompletten Umschwung" nach der Wahl wussten die Spötter zu berichten. Die Stadtratssitzungen dauerten jetzt angeblich bis in die späte Nacht. Ihre Vermutung: Die Räte verbringen wohl die meiste Zeit im Wirtshaus.

Beim Ausbaggern des Neuweihers erzählte ein Fisch, dass er dabei den Bürgermeister mit einem geleasten Bulldog beim Schlamm abfahren gesehen habe. Erfolgreich war das Stadtoberhaupt nicht, er blieb vollbeladen stecken und kam erst heraus, nachdem er seine Fuhre wieder abgeladen hatte. (ow)
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