Lachsalven im Rathaussaal

Eine saubere Gesellschaft formierte sich zum Gruppenbild nach dem Rathaussturm mit dem Prinzenpaar Claudia I. und Thomas V. (in Feuerwehrkluft). Gute Miene zum närrischen Spiel machte Bürgermeister Joachim Neuß (Zweiter von rechts), auch als Norbert Neugirg (rechts) seine Rede hielt. Bilder: cs (2)

Mit einem bislang einmalig furiosen Auftakt startete die Faschingsgesellschaft Stadtgarde am 11.11. in die närrische Saison. Ein Feuerwerk von zündenden Ideen hatten sich die Verantwortlichen für den Rathaussturm zum 50. Bestehen der FG einfallen lassen. Überraschungsgast war Norbert Neugirg.

Einen spektakulären Weg in den Sitzungssaal des Rathauses nahm auch das neue Prinzenpaar Claudia I. und Thomas V. Dafür scheuten die Auerbacher Feuerwehrkameraden der beiden Aktiven keine Mühe. Selbst die Schläuche wurden durch das Treppenhaus verlegt.

Übung vorgetäuscht

Unter Vortäuschung einer Übung, wie 1. Kommandant Sven Zocher dem bereits entmachteten Bürgermeister vorgab, schwebte das Paar in Feuerwehruniform und Atemschutzgerät per Drehleiter durch das Fenster. Aus seinem Amtszimmer von zwei Gardemädchen in den nächst höheren Stock verschleppt, rückte das Stadtoberhaupt bereitwillig den Stadtschlüssel an Elly Schübel heraus. Für sie als erste und einzige Frau in einer Männerdomäne war es die letzte Amtshandlung als Präsidentin. Bis zur Neuwahl leistet sie sich einen Sekretär. Mit Daniel Schuster als Nachfolger fällt dann das Amt wieder in Männerhände.

Schübel hat aber dafür gesorgt, dass zumindest im Nachwuchsbereich eine Frau das Sagen hat. Nach dem Motto "Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm" tritt Enkelin Eva-Maria als Jugendsitzungspräsidentin an und löst damit Martin Wagner (aus Altersgründen) ab. "Cool" und schon routiniert wickelte sie die Vorstellung des neuen Kinderprinzenpaares ab. Anna I. und Manuel I., beide Nitzlbucher Gewächse, lösen Ronja II. (Maier) und Oliver I. (Diertl) ab.

Durch die, wenn auch nur kurze, närrische Zeit werden Claudia und Thomas Kormann als Tollitäten das Narrenschiff lenken. Die 32-jährige Diplom-Verwaltungsinformatikerin, eine geborene Held, "ist für mich eine Heldin", outete sich Daniel Schuster als Bewunderer, "denn wie sie all ihre Hobbies, Lesen, Fahrrad- und Motorradfahren, Laufen, ihre Arbeit, ihren Haushalt und vor allem ihren Ehemann, unter einen Hut bringt, ist mir ein Rätsel." Darüber hinaus ist sie Jugendleiterin im Heimat- und Volkstrachtenverein, und bringt sich seit dem Jahr 2000 bei der Feuerwehr Auerbach in den aktiven Dienst ein.

Claudia ist bereits bühnenerprobt und hat schon bei der ersten Kinderprunksitzung 1998 mitgewirkt, dank Ihres Vaters Richard "Richi" Held, einem Urgestein des Auerbacher Faschings. Auch Thomas stammt aus einer Faschingsfamilie. Sein Vater Hans ist ein Mann der ersten Stunde, seit nahezu 50 Jahren ist er der Haus-und-Hof-Fotograf bei der FG.

Der 41-jährige Prinz ist Versicherungsfachmann in einer Bank der ehemaligen Kreisstadt Eschenbach. Einige Hobbies seiner Frau sind auch seine, darunter Radeln, Laufen, Motorradfahren. Dazu schraubt er auch an Oldtimern herum, ist Organisationsleiter für den Motorradgottesdienst und Vorsitzende der Feuerwehr in Auerbach. Auf der närrischen Bühne war er schon mehrmals aktiv.
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