Lachsalven ohne Ende

Wer vor zwei Wochen beim Abend der "Barbari Bavarii" im Musik-Café "B 14" dabei war, konnte zumindest ahnen, was ihm in der großen "Comedy-Nacht" blühte. Es gab Lacher am laufenden Band.

Wernberg-Köblitz. Barbarisch hatten die bayerischen Künstler ihre Lacheinfälle dem Publikum serviert. Dieses Mal handelte es sich nicht um eine Band, sondern um zwei Sänger mit Gitarre - einen, dessen Stimme ihm genügte und einen, der sich offenbar gerne mit seiner schreienden Puppe unterhielt. Moderiert wurde das Ganze von Stephan Rosner. Er allerdings kam von den "Barbari Bavarii". Man war also vorgewarnt. Und siehe da, mindestens genauso wild und unvermutet brachen auch die Dauer-Highlights dieses Abends über das Publikum herein.

Deftig, deftig

Eigentlich klar, dass auch bei dieser Veranstaltung die Reihen sehr eng hintereinander, die Stühle sehr eng nebeneinander platziert waren, um all denen einen Platz zu gewähren, die an diesem Abend dabei sein wollten. Zunächst betrat der "Bob Dylan Straubings" die Bühne. Dem bairischen Liedermacher Patrick Ebner gelang es ganz locker, die Stimmung mit dem Song "Do hob i sauber in'n Dreck nei g'langt" anzuheizen. Bei einer seiner weiteren Darbietungen durfte das Publikum sogar den entscheidenden Refrain mitsingen. Dabei handelte es sich um die wichtige Mitteilung: "auf'm Sch . . .haus hob i'n no ghobt". Nun wird das menschliche Leben ja immer wieder mal durch Verluste eingeengt, ob es sich jetzt um den "Autoschlüssel" oder den "Bundeswehrhelm" handelt, um zwei Vorfälle zu nennen, die Ebner ansang. Das Abschlusslied enthielt die Aussage "auf da Stanz" und charakterisierte die Gefühle aller Körperteile beim Heimgehen in der Nacht.

Angekündigt als Vegetarier folgte Joe Heinrich aus München im Programm, der sich vornehmlich mit seinem pubertierenden Wolperdinger beschäftigte. Dieser erzählte mit großem Engagement von sich und seinem Lebenslauf. Dann erörterte er mit dem Vegetarier einige Geheimnisse, bis dieser gar Trompete gestopft spielte, während der Wolperdinger dazu sang. Unbeschreiblich, diese Kunstfertigkeit. Das Publikum jedenfalls kam aus dem Lachen nicht mehr heraus.

Das Kennenlernen

Nach der Pause trat Marco Vogl aus Altdorf bei Landshut auf und meinte, man müsse sich kennenlernen. Das Bemühen darum charakterisierte sein Programm. So beispielsweise, wenn zwei 35 Jahre lang verheiratet sind und stets "Vati" und "Mutti" zueinander sagten - dann kennen sie ihre Namen gegenseitig womöglich nicht mehr.

Der letzte Künstler gehört laut Stephan Rosner zur aussterbenden Kategorie der Münchner, die noch Dialekt reden: Michael Dietmayr spielt auf der Gitarre "was Liebes", das heißt Liebeslieder. Er sang aber auf sächsisch, was Probleme im gegenseitigen Verstehen mit sich bringen kann. Dann wies er darauf hin, dass alle "Minga" krakeelen, außer den Münchnern, die "München" sagen. Die männlichen Besucher sangen "Fußball, Schweinsbraten und a Halbe Bier" mit. Sie konnten das, während "bei de Preißn" die Männer mal gesungen hatten "und ein halbes Bier". Endlosen Schlussbeifall gab es für alle vier, die sich von ihrer witzigsten Seite gezeigt hatten.
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