Landesliga: Eigentor leitet 0:2-Niederlage des FV Vilseck beim SC Ettmannsdorf ein
Wie eine Billardkugel

Michael Siegert. Bild: ref
Trotz des ziemlich dezimierten Kaders - es fehlten fünf Stammspieler und nach kurzer Zeit mit Daniel Dietrich der sechste - lieferte das Vilsecker Rumpfteam eine beachtliche Landesliga-Partie ab. Obwohl der SC Ettmannsdorf vor allem in den ersten 45 Minuten deutlich überlegen waren, mussten ein Eigen- und ein Abseitstor herhalten, um die drei Punkte unter Dach und Fach zu bringen.

Dabei hätten die Gäste mit etwas Glück bereits nach 5 Minuten in Führung gehen können. Der über 90 Minuten unermüdlich rackernde Dominik Stubenvoll nagelte aus vollem Lauf das Leder an die Ettmannsdorfer Querlatte.

Danach hatten die Vilsecker aber auch Glück, als Marco Scholz das Leder von der Linie bugsierte, nachdem Andre Klahn durchgebrochen war (8.) und anschließend FV-Keeper Stephan Pröls hervorragend gegen den gleichen Spieler reagierte, der von Philipp Rettig wunderschön frei gespielt worden war (28.).

Glücklich aber dann der Führungstreffer für die Heimmannschaft: Daniel Bäumler zog an der Strafraumgrenze ab, das Leder prallte Philip McLarrin so unglücklich gegen das Bein, so dass es mit dem Drall einer Billardkugel im Vilsecker Gehäuse landete (32.). Nach der Pause stand den Gästen das Glück nochmals zur Seite, denn ein Geschoß von Andre Klahn klatschte an den Querbalken (50.), und Stephan Pröls rettete nochmals in einer Eins-gegen-eins-Situation gegen Klahn.

Doch danach kamen die Vilsecker immer besser ins Spiel und drängten auf den Ausgleich. In dieser Drangperiode schickte aber der Unparteiische FV-Spieler Michael Siegert nach einem völlig normalen Tackling mit Gelb-Rot vom Platz, worüber sogar die Ettmannsdorfer Zuschauer den Kopf schüttelten (74.).

Dies nutzten die Hausherren dann auch sofort aus. Philipp Rettig zog auf der linken Seite auf und davon, passte in den Strafraum, wo der im Abseits stehende Klahn die Kugel nur noch einzudrücken brauchte (76.).

Den Anschlusstreffer hätte Sebastian Weih in der 83. Minute erzielen müssen, der anstatt zu schießen das Leder über den Ettmannsdorfer Schlussmann lupfen wollte und dieser dann abklatschen konnte. Unmittelbar vor dem Schlusspfiff hätte Markus Fenk auf 3:0 erhöhen können, köpfte aber in aussichtsreicher Position über das Tor.
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