Landesliga-Tagung: Hitzige Diskussionen über Abtretung der Videorechte - Pokalfinale live im ...
Bad Kötzting unterschreibt nicht

Kareth-Lappersdorf. Die Landesliga Mitte geht am 17. Juli in ihre vierte Saison seit der Ligareform 2012. Diese Spielklasse wird ein stark verändertes Gesicht haben. Denn sieben der 18 Klubs sind neu und das ist in erster Linie den umfangreichen Relegations-Maßnahmen des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) geschuldet. Neu dabei sind die Bayernliga-Absteiger DJK Ammerthal und 1. FC Bad Kötzting sowie die fünf Aufsteiger ATSV Kelheim, DJK Gebenbach, FC Sturm Hauzenberg, SpVgg Osterhofen und TSV Kareth.

Ammerthal fehlt

Bei der Tagung am Samstag in Kareth, bei der auch BFV-Präsident Rainer Koch anwesend war, ging es auch um die Abtretung des Hausrechts der Vereine an den Verband, um die Filmrechte von Fußballspielen zu erwerben. Es gab eine hitzige Diskussion. Am Ende traten alle Klubs außer der DJK Ammerthal und dem FC Bad Kötzting die Rechte ab. Ammerthals Manager Tobias Rösl war aus beruflichen Gründen verhindert, der Bad Kötztinger Manager Johannes Anleitner wollte das Papier nicht unterzeichnen. "Wir haben Verträge mit Sponsoren. Da kann ich bei gewissen Spielen, wenn es der BFV fordert, nicht unsere Werbebanden zuhängen. Außerdem kann ich nicht das Hausrecht aufgeben", argumentierte der Funktionär.

Die abgelaufene Saison verlief derweil bis auf wenige Ausnahmen anständig, wie Spielleiter Thomas Graml berichtete. Es gab am letzten Spieltag ein Wimpernschlag-Finale, dass die SpVgg Ruhmannsfelden als Meister für sich entschied. Der Zweite ASV Burglengenfeld stieg über die Relegation auf. Kurioses gab es im Saisonverlauf auch: Zweimal musste der Leiter des Ordnungsdienstes, eigentlich das wachsame Auge auf einen korrekten Spielablauf, vom Schiedsrichter wegen massiver Kritik während des Spieles aus dem Innenraum verbannt werden. Einmal beschüttete ein Vorstandmitglied eines Vereins vom Balkon aus gegnerische Spieler mit Bier. Zudem gab es einen Angriff eines Zuschauers auf einen Schiedsrichter.

Registriert wurde ein Zuschauer-Rückgang von 241 pro Spiel auf 225. Die Schiedsrichterkosten betrugen in der vorigen Saison 159,78 Euro pro Partie und lagen damit unterhalb der Kalkulation von 177 Euro. Verbandsanwalt Christian Schödel sagte, die Zahl der Platzverweise von 51 Roten Karten bewege sich im Rahmen.

Alter und neuer Sprecher der Vereine der Landesliga Mitte ist Martin Huber, Abteilungsleiter beim TV Schierling. Der brach eine Lanze für die neue Einteilung der fünf Landesligen: "Das ist sehr gut gelungen. Sicher gibt es immer Härtefälle und die wird es auch immer geben, aber mit dieser Gruppeneinteilung kann man durchaus zufrieden sein", so Huber. Neu ist, dass ab 2016, erstmals am 28. Mai 2016, das Bayerische Toto-Pokal-Finale live in der ARD übertragen wird. Ein Spielverbot wie bei der Fußballiade in Landshut vom 4. bis 7. Juni wird es in Zukunft bei ähnlichen Veranstaltungen nicht mehr geben.

Der Auf- und Abstieg am Ende der Saison 2015/16 bleibt gegenüber diesem Jahr unverändert. Der Meister steigt auf, der Vizemeister geht in die Relegation. Die zwei letzten Klubs steigen ab und die Vereine auf den Plätzen 15 und 16 müssen in die Relegation. Dazu kommen die drei schlechtesten Vierzehnten. Mit der Partie des SV Etzenricht gegen den SV Hutthurm wird am Freitag, 17. Juli, ab 19 Uhr die Saison 2015/16 eröffnet. Letzter Spieltag in diesem Jahr ist am 28. November. Im nächsten Jahr wird am 5. März gestartet, letzter Spieltag ist am 21. Mai 2016.

Nachholen am Mittwoch

Zum Thema Spielabsagen wurde bekannt: Sollte eine Partie abgesagt werden, soll diese, wenn sich beide Klubs nicht auf einen Termin binnen vier Wochen einigen, sofort am folgenden Mittwoch nachgeholt werden. Da die meisten Feiertage in der kommenden Spielzeit auf Wochenenden fallen, werden Spielausfälle überwiegend zu Nachholterminen an einem Mittwoch führen. Spielleiter Graml mahnte daher zu verantwortlichem Handeln.
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