Landesligist SV Mitterteich ist der Gejagte beim Medienhaus-Cup
Titelverteidigung wäre Sensation

Die Mitterteicher Spieler klatschen sich beim Wechsel ab. Wenn sie bei Turnierende auch in diesem Jahr als Sieger des Medienhaus-Cups jubeln wollen, müssen sie sich besonders anstrengen. Bild: Schwarzmeier
Weiden. (kap) Total überrascht war Reinhold Schlecht, Trainer des Fußballlandesligisten SV Mitterteich, vom ersten Platz beim Medienhaus-Cup im letzten Jahr. "Unter normalen Umständen kann man von meiner Mannschaft eine Titelverteidigung kaum erwarten", schraubt er die Erwartungen für dieses Jahr zurück. "Allerdings erwarte ich, dass sie sich erneut ordentlich präsentiert. Auf welchem Rang sie schließlich landet, ist für mich nebensächlich." Da Schlecht aus privaten Gründen abwesend ist, übergibt er die sportliche Verantwortung am 27. Dezember in der Weidener Mehrzweckhalle an seinen Co-Trainer Sascha Haberkorn.

Premiere als Coach

Als Spieler kennt Haberkorn die Atmosphäre beim Medienhaus-Cup bestens. Nun gibt er als Verantwortlicher sein Debüt. Auch er sieht einer Titelverteidigung eher skeptisch entgegen. "Wenn wir die Gruppenphase gegen den FC Amberg, SpVgg Bayern Hof und SC Luhe-Wildenau überstehen, ist alles möglich. Mit Sicherheit gehören wir diesmal nicht zu den Favoriten." Nicht nur für Haberkorn genießt der Medienhaus-Cup einen hohen Stellenwert. "Die Spieler sind heiß und freuen sich auf die unglaubliche Atmosphäre in der Halle."

In Absprache mit Trainer Reinhold Schlecht wird Haberkorn nur Spieler nominieren, die sich auf dem glatten Parkett wohlfühlen. Mit dabei sein werden auf alle Fälle Michael Stilp, Martin Bächer, Fabian Scharnagl, Manuel Dürbeck und Christoph Pirner. Die beiden Letztgenannten sind die übriggebliebenen Offensivkräfte des Landesligisten. Stefan Meisel und Frantisek Nedbaly sind bekanntlich verletzt.

Den "altehrwürdigen" Hallenfußball mit Bande liebt Haberkorn. Wenig anfangen dagegen kann er mit Futsal. "Das ist für mich eine andere Sportart und wenig attraktiv." Die Bayernligisten sieht der SV-Coach in der Favoritenrolle. Erster Anwärter auf den Titel ist für ihn Gastgeber SpVgg SV Weiden. "Der hat sehr gute Hallenfußballer in seinen Reihen."

Für Haberkorn bedeutet das Turnier auch abschalten von der Punkterunde. Druck und Siegzwang bleiben diesmal außen vor. Davon hatte die Mannschaft während der bisherigen Saison genügend. Trotz massiver Sturmprobleme rangieren die Stiftländer mit 35 Zählern und einem Torverhältnis von 34:29 aus 22 Spielen im gesicherten Mittelfeld der Landesliga Mitte. Deshalb ist Trainer Reinhold Schlecht mit dem Saisonverlauf mehr als einverstanden. 35 Punkte seien für ihn unter den vorhandenen Umständen fast schon sensationell. Eine noch größere Sensation wäre es für ihn, wenn seine Mannschaft den Titel in Weiden verteidigen würde.
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