Landkreis kündigt Vertrag mit Kreisjugendring für die Stützelvilla - Verkaufsangebot an den ...
Entscheidung bis zum Jahresende

Zurzeit beherbergt das Jugendtagungshaus Stützelvilla noch Asylbewerber. Der Landkreis will das schlossartige Jugendstilgebäude dem Freistaat verkaufen, damit schon bald das Landesamt für Digitalisierung mit einer Abteilung einziehen kann. Bild: Götz
Windischeschenbach. (ms) Die Tage des Jugendtagungshauses Stützelvilla sind gezählt. Wenn es nach dem Willen des Landkreises geht, dann zieht im Zuge der Behördenverlagerung schon bald die Abteilung Digitale Landkarten des Landesamtes für Digitalisierung ein.

Der Kreisausschuss gab am Donnerstag grünes Licht für diese Pläne. Der Landkreis hat die einstige Nobel-Herberge der Glasfabrikanten Winkler und Stützel dem Finanzministerium zum Kauf angeboten - in Konkurrenz zu einem unbebauten Grundstück, das ebenfalls offeriert worden sei, erklärte Landrat Andreas Meier.

Die Staatsbauverwaltung habe beide Möglichkeiten begutachtet. Jetzt liefen die Wirtschaftlichkeitsberechnungen. Bis Ende des Jahres soll die Entscheidung fallen. Der Landkreischef rechnet sich gute Chancen für die Stützelvilla aus, wie Meier auf Anfrage von Karl Lorenz (Freie Wähler) betonte.

Die Kreisräte beschlossen einmütig, den Betriebsträgervertrag mit dem Kreisjugendring zum 31. Dezember 2016 zu kündigen. Außerdem wird der Landkreischef zu Verkaufsverhandlungen ermächtigt.

Kämmerer Alfons Bauer hatte auf den schlechten Zustand des Jugendtagungshauses hingewiesen. Nach 30 Jahren als Jugendtagungshaus müsste das 1896 erbaute Gebäude mit Millionenaufwand saniert werden. Die Belegung sei rückläufig, zudem kämen die Gäste nicht aus der Region. In unmittelbarer Nähe befänden sich das Haus Johannisthal und die Jugendherberge Tannenlohe. 2014 betrug das Defizit 108 000 Euro.
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