Landrat steht bei Frühschoppen der Fischbacher CSU Rede und Antwort - Auch eine Ehrung
"Firmen fühlen sich hier gut aufgehoben"

Gottfried Schuster wurde mit der bronzenen Ehrenraute ausgezeichnet. Dazu gratulierten (von links) Ortsvorsitzender Albert Herzog, Landrat Thomas Ebeling und zweiter Bürgermeister Albert Meierhofer. Bild: heg
Eine bessere Anbindung an den Bahnhof nach Maxhütte-Haidhof ist schon lange Thema beim CSU-Ortsverband Fischbach. Dies kam auch beim politischen Frühschoppen am Sonntag zur Sprache, bei dem auch Landrat Thomas Ebeling Rede und Antwort stand.

Pendeln aus Fischbach zu den Arbeitsplätzen, aber auch für Einkaufstouren nach Regensburg, seien mit den vorhandenen Linien zeitlich unzumutbar, so der Tenor. Zwar gebe es von Nittenau aus mehrere Schnellverbindungen, doch den Fischbachern sei damit nicht geholfen, denn diese würden eine andere Richtung einschlagen. Landrat Thomas Ebeling teilte mit, dass das Thema ÖPNV bereits für diesen Bereich am Landratsamt geprüft werde.

Verdienste gewürdigt

Gottfried Schuster wurde mit der bronzenen Ehrenraute des Ortsverbandes für seine langjährige und zuverlässige ehrenamtliche Mitarbeit als Schriftführer des Fischbacher Verbandes ausgezeichnet. Die dazugehörige Urkunde enthält die Unterschrift des Ministerpräsidenten Horst Seehofer und der Bezirksvorsitzenden und Staatsministerin Emilia Müller.

Ortsvorsitzender Albert Herzog berichtete über aktuelle Themen und Maßnahmen, die in der jüngsten Vergangenheit im Fischbacher Raum umgesetzt wurden. Dazu gehörten die Gehwegbeleuchtung Fischbach-Brunn, die Beschallungsanlage des Friedhofes, die Sanierung der Johannes Nepomuk-Kapelle, eine 30er-Zone in Brunn und Haiderhöf sowie die Ergänzung der Kläranlage mit einem zusätzlichen Oxidationsteich, der als Zwischenlösung bis zur Auflösung dienen solle. Geplant sei dann, ab dem Jahre 2021/22 die Fischbacher Abwässer komplett nach zur Nittenauer Zweckverbandsanlage abzuleiten.

Zweiter Bürgermeister Albert Meierhofer sprach den geplanten Naturfriedhof in Stefling an, deren Genehmigungsentscheidung von den Stadträten vieles abverlange, insbesondere von der Vertragsgestaltung mit dem möglichen Betreiber, damit keine Folgekosten für die Stadt entstünden. Sollten alle rechtlichen Voraussetzungen erfüllt sein, könne die Genehmigung des Projektes auch nicht abgelehnt werden. Eine Bewerbung über mögliche Förderungen im Zuge der ARGE Regental-Gemeinden mit den Projekten "Schreinerhaus" und "Ökonomiehof" laufe derzeit. Ein Sanierungsgutachten solle einer Entscheidungsfindung im Stadtrat dienen. Landrat Thomas Ebeling war zum Zeitpunkt dieser Versammlung 203 Tage im Amt. Nach seinen Erfahrungen gefragt, antwortete der Landrat, dass er voll Elan an die Arbeit gegangen sei. Der Zustrom an Asylbewerbern und Flüchtlingen fordere auch den gesamten Landkreis. Derzeit befänden sich gut 500 Personen hier. Die Unterbringung sei es nicht ganz leicht, doch man sei gut vorbereitet. Klare Worte fand der Landrat auch wegen der Genehmigung von Windkraftanlagen, deren Planungen zwischen Fischbach und Steinberg am See Thema sein könnten.

Die Voraussetzungen

Zwar befinde man sich hier im Landschaftsschutzgebiet Oberer Bayerischer Wald, dennoch könnten nach Eignung und Prüfung der Abstandsflächen (10-H-Regelung) Flächen herausgenommen und über einen Flächennutzungsplan sowie Bebauungsplanverfahren durch die Stadt beplant werden. Wenn alle Voraussetzungen erfüllt seien, dann müsse die Behörde auch genehmigen.

Viel passiert sei in der Wirtschaftspolitik, so Ebeling, "die Firmen fühlten sich im Landkreis gut aufgehoben". Auch zum geplanten Verbrauchermarkt in Teublitz mit Trinkwasserentnahme äußerte sich Ebeling. Wenn Hydrologen und Gutachter bestätigten, dass die geplanten Wasserentnahmen keine Versorgung beeinträchtigen würden, dann könne man nur für dieses Projekt sein. Dies sei trotz Widerstandes eine gute Sache.
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