Landratsamt ersetzt fehlendes Einvernehmen der Gemeinde
2:0 für Windrad-Bau

Der Standort ist nicht schön, aber rechtlich in Ordnung.
Für das Windrad in der Windkraft-Konzentrationszone bei Hainstetten stehen die Zeichen jetzt auf Bau: Nachdem Schnaittenbach als Nachbargemeinde keinen Widerspruch dagegen eingelegt hat, erhielt Bürgermeister Alwin Märkl am Dienstag ein Schreiben aus dem Landratsamt. Inhalt: Dass der Freudenberger Gemeinderat das gemeindliche Einvernehmen zur Planung verweigert hatte, sei rechtswidrig. Das Vorhaben sei genehmigungsfähig. Daher ersetze das Landratsamt das verweigerte Einvernehmen.

Der Gemeinderat hat zwar bis 13. März Gelegenheit, erneut über das gemeindliche Einvernehmen zu entscheiden. Doch bis dahin gibt es nur noch eine Sitzung des Gremiums - und die war gestern Abend. Um das Thema kurzfristig auf die Tagesordnung zu nehmen, hätten alle Gemeinderäte anwesend sein und zustimmen müssen. Märkl sagte auf AZ-Nachfrage, er sei bisher davon ausgegangen, die Windkraft-Konzentrationszone erhalten und gleichzeitig den konkreten Standort verhindern zu können. Mehrere Juristen hätten diese Auffassung unterstützt, aber vergangene Woche ihre Meinung geändert. Im Zweifelsfall sei jetzt Schnaittenbach und Freudenberg der Erhalt ihrer Konzentrationszonen wichtiger, so dass sie wohl nichts mehr gegen den Bau unternehmen könnten.
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