Lang in Erinnerung bleiben wird den Groß- und Kleinschönbrunner Senioren die Rundfahrt durch den Truppenübungsplatz Grafenwöhr.
2500 deutsche Arbeitnehmer

Der Leiter der US-Hubschrauber-Sanitätsstaffel, Captain Thomas Hansen (Mitte in Uniform), erklärte den Senioren die Einsatzweise der US-Flugrettung am Übungsplatz Grafenwöhr sowie den US-Sanitätshubschrauber Black Hawk. Bild: nbu
(nbu) Ziele waren unter anderem die beiden US-Militärgemeinden Vilseck und Grafenwöhr mit der zivilen Instandsetzungseinheit in den Rose Baracks im Südlager. Den Ausflug hatte die Sprecherin des Frauentreffs Großschönbrunn, Rosina Melchner, angeregt. Bürgermeister Norbert Bücherl organisierte die Fahrt als kleines Dankeschön für die jährliche Gestaltung des Osterbrunnens. Die Führung übernahm der Pressesprecher der US-Armee, Franz Zeilmann.

Bei schönstem Herbstwetter begann die Rundfahrt im Südlager Vilseck mit dem Besuch der Instandsetzungseinheit, die von Klaus Krapf, einem gebürtigem Freihunger, geleitet wird. Über die ehemalige Ortschaft Langenbruck führte der Weg zum Friedhof der vormaligen Gemeinde Haag, die bei der großen Platzerweiterung 1936/37 zwangsweise geräumt wurde. Dieser Friedhof wurde in den 1990er-Jahren von Bundeswehreinheiten und Bundesforstverwaltung hergerichtet. Zusammen mit dem Großschönbrunner Pfarrvikar Dr. Stephen Annan beteten die Senioren ein Vaterunser für die auf dem Friedhof bestatteten vormaligen Haager Einwohner.

Zeilmann wies auf die ökonomische Bedeutung des von den Amerikanern verwalteten Truppenübungsplatzes hin. Umweltschutzmaßnahmen hätten bei der US-Armee absolute Priorität. Der Truppenübungsplatz habe auch beträchtliche Auswirkungen auf die regionale Wirtschaft, betonte er. Die US-Armee beschäftige annähernd 2500 deutsche, überwiegend in den Anrainergemeinden lebende Arbeitnehmer in den Standorten Grafenwöhr, Vilseck und Hohenfels. Am Schwarzen Berg, der höchsten Erhebung im Übungsplatz, wies Zeilmann auf Zielgebiet, Schießbahnen, aber auch umliegende Ortschaften und markante Erhebungen wie den Rauhen Kulm, Schneeberg und Ochsenkopf hin. Auf der Weiterfahrt konnten die Senioren ein Panzerschießen eines US-Verbandes mit Stryker-Radpanzern mitverfolgen.

Weitere Ziele waren das Hauptlager Grafenwöhr mit Besichtigung der Unterkünfte des Freihunger US-Partnerschaftsverbands, die neue Wohnsiedlung der US-Armee am Netzaberg, die Sanitätshubschrauberstaffel und die Flugplatzfeuerwehr. Eine Brotzeit im Gasthaus Krauß in Kaltenbrunn schloss sich an.
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