Langsamer Generationswechsel

Mit bewährtem Team gehen Vorsitzende Dr. Sabine Schultes (Bildmitte) und der CSU-Ortsverband in die nächste Periode. Unser Bild zeigt das neue Führungsteam mit MdL Tobias Reiß (links) und dritten Bürgermeister Klaus Lehl (rechts). Bild: do

Im Interesse Eschenbachs zu neuen Ufern: Das wünscht sich dritter Bürgermeister Klaus Lehl von seinen Parteifreunden. Am Freitag machte die CSU in der Hauptversammlung den nächsten Schritt in Richtung Generationswechsel.

Die CSU kehrte bei der Hauptversammlung zurück in den regulären Wahlmodus. Schon nach einem Jahr wurde Ortsvorsitzende Dr. Sabine Schultes bestätigt. Einen ähnlichen Vertrauensbeweis erhielt Stellvertreter Tobias Lehl. Neu im Führungsteam ist Peter Nasser. In Doppelfunktion ist der Gastronom nun Vize und Schriftführer.

Die Jahreshauptversammlung begann mit einer Gedenkminute für die Opfer der Flugzeugkatastrophe. Ein weiteres Gedenken galt dem verstorbenen Mitglied Irene Bundscherer, Genesungswünsche Landtagsabgeordneter Petra Dettenhöfer. "Bei all diesen Sorgen brauchen wir Menschen, die uns beistehen", forderte die Vorsitzende. Leider gehe ehrenamtliches Engagement zurück, bedauerte die CSU-Stadträtin. Als positive Beispiele nannte sie Peter Hübl, Klaus Lehl und Landtagsabgeordneten Tobias Reiß. Dank sagte sie dem Stadtratsfraktion-Sprecher. "Marcus Gradl engagiert sich, ob als Familienmensch, Polizeibeamter, Sportler oder Pfleger."

"Wir müssen für die CSU neue Leute gewinnen und unsere Heimat mit jungen Leuten und zukunftsfähigen Arbeitsplätzen stärken", lautete ihre Zukunftsvision. Auf einem guten Weg sah Sabine Schultes die Staatsregierung, dem Ziel eines Gleichgewichts zwischen dem ländlichen Raum und den Ballungsgebieten näher zu kommen. Sie lobte die Gründung eines Heimatministeriums, begrüßte den verbesserten kommunalen Finanzausgleich und nannte die Breitbandoffensive " mustergültig".

"Antrag viel zu spät"

Auf weitere Schwerpunkte der Heimatstrategie von Finanz- und Heimatminister Markus Söder eingehend bezeichnete Schultes die Behördenverlagerungen in die nördliche Oberpfalz und nach Oberfranken als Chance für den ländlichen Raum. "Leider ist Eschenbach leer ausgegangen", bedauerte die Ortsvorsitzende und klagte über Versäumnisse im Rathaus. "Der Antrag wurde viel zu spät gestellt."

2014 sei zum Teil vom Kommunalwahlkampf geprägt gewesen. Zu den Schwerpunktveranstaltungen zählte sie die Neujahrsempfänge des CSU-Ortsverbands mit Staatsministerin Emilia Müller, Wahlversammlungen und Informationsstände, den Jugend-Fußball-Cup und den Besuch von Europa-Abgeordneten Albert Deß. Als weitere Höhepunkte nannte Schultes das Sommergespräch mit Innenminister Joachim Herrmann, das Straßenmalen mit der Frauen- und der Jungen Union und den CSU-Stammtisch mit Grafenwöhrs Bürgermeister Edgar Knobloch. Es folgte der Kassenbericht von Schatzmeister Manfred Neumann. Die Kassenprüfer Robert Dotzauer und Karl Stopfer bestätigten vorbildliche Kassenführung.

Einstimmig bestätigten die 24 Mitglieder Schultes als Vorsitzende und Tobias Lehl als Vize. Zum Führungsduo wählte die Versammlung in Abwesenheit Peter Nasser zum gleichberechtigten Stellvertreter. Der Kreis- und Stadtrat ist in Urlaub. Nasser übernimmt zusätzlich das Schriftführeramt anstelle von Monika Diertl. Schatzmeister bleibt Manfred Neumann. Die Kasse prüfen weiter Robert Dotzauer und Karl Stopfer.

Dank an Abgeordnete

Zu Beisitzern wählte die Versammlung Monika Diertl, Daniela Friedrichs, Marcus Gradl, Michael König und Arnold Mirwald. FU-Ortsvorsitzende Susanne Schug ist kraft Satzung Mitglied des Beirates. In die Kreisdelegierten-Versammlung ziehen Dr. Rosa Dumler-Gradl, Daniela Friedrichs, Marcus Gradl, Tobias Lehl, Peter Nasser und Dr. Sabine Schultes. Als Ersatzdelegierte stehen bereit Edgard Bitterer, Monika Diertl, Michael König, Arnold Mirwald, Manfred Neumann und Susanne Schug.

In seinem Grußwort dankte dritter Bürgermeister Klaus Lehl für die Unterstützung. "Ein schwieriger Kommunalwahlkampf liegt hinter uns, aber jeder hat das Beste gegeben", bemerkte Lehl und begrüßte den Generationswechsel. Eine "gute Mischung" bestätigte der er der Mannschaft im Stadtrat. Auf die Sicherung der Arbeitsplätze im Truppenübungsplatz und in der Garnison eingehend lobte Lehl als Betriebsratsvorsitzender die Unterstützung von Bundestagsabgeordneten Albert Rupprecht und Tobias Reiß.
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