Laserstrahlen auf der Silberhütte

Der Himmel weinte, allerdings vor Freude. So schätzten jedenfalls alle Redner die äußeren Bedingungen ein. Zusammen mit 100 Gästen waren sie zur Einweihung der Ganzjahres-Biathlonanlage auf die Silberhütte gekommen.

(nm) Manfred Gleißner vom Förderkreis für das Skilanglaufzentrum stellte am Freitag die neue, 119 000 Euro teure Attraktion im Start- und Zielbereich des Skilanglaufzentrums vor. Auf zunächst vier Bahnen ("Vier weitere müssen noch mit Technik bestückt werden, und dafür suchen wir Sponsoren") wird mit Lasergewehren geschossen. "Sie entsprechen den beim Biathlon verwendeten Originalwaffen. Sogar der Knall ist zu hören. Gefährlich ist das nicht. Ein Laserstrahl ersetzt die Patronen." Mit der stationären Anlage sorgt der Förderkreis weltweit für eine Premiere.

Liebe zur Heimat

Hinter dem Vorhaben steckt der Wunsch, das Angebot auf der Silberhütte ganzjährig zu bereichern und gleichzeitig zur Attraktivität der Region beizusteuern. "Das hat nicht zuletzt mit der Liebe zur Heimat zu tun. Die Namen von Klaus Winkler, Josef Grüner und Rudi Trummer stehen stellvertretend für viele Helfer. Dazu zählen beispielsweise die Bayerischen Staatsforsten, die öffentlichen Zuschussgeber und zahlreiche Förderer." Gleißner ließ die Gedanken zurückschweifen. Die neue Biathlon-Anlage reihe sich in ein Bündel von Aktionen ein. Das habe mit den Schneekanonen begonnen und reiche über ein neues Spurgerät und das neue Funktionsgebäude bis zur Einstellung Alexander Klettners als hauptamtlichen technischen Leiter.

Appell für Miteinander

"Wir wollen nicht, dass die Silberhütte hinter anderen boomenden Sport- und Freizeitzentren zurücksteht", begründete Gleißner das Engagement. Der Wunsch ging in Erfüllung. "Auf die Familie Winkler will ich nicht vergessen. Sie unterstützt uns großzügig, und ohne dieses Geld wäre vieles gar nicht möglich gewesen."

Bei den Grußworten fiel ein Aspekt auf. Der Tirschenreuther Landrat Wolfgang Lippert, der stellvertretende Landrat aus Neustadt Albert Nickl, Bundestagsabgeordneter Reiner Meier - auch im Namen seines Kollegen Albert Rupprecht - Landtagsabgeordneter Tobias Reiß und Bürgermeister Alfred Stier rückten die Gemeinsamkeit in den Blickpunkt. Ein solches Miteinander sei nicht nur bei der Realisierung der bisherigen Vorhaben wichtig gewesen. Einen ebenso hohen Stellenwert nehme es für den weiteren Betrieb ein.

An Pfarrer Johann Hofmann aus Bärnau und seinem Flossenbürger Amtsbruder Herbert Sörgel lag es, dem neuen Prunkstück den kirchlichen Segen zu geben. Und dann wurde es ernst. Förderkreis-Vorsitzender Rudi Pannrucker, der nordische Kombinierer Eric Frenzel sowie die beiden Ausnahmeathleten Kerstin Schmidt und Wolfgang Stöckl durften als erste die Sportwaffen in die Hand nehmen.
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