Laufen heißt helfen

Bild: Gerhard Götz
 
Viele Menschen, für die es nicht so gut läuft, profitieren wieder vom Nofi-Lauf. Vier karitative Einrichtungen teilen sich den Erlös von 10 000 Euro. Von links: Norbert Tannhäuser, Rennleiter Ludwig Kreutzer, Martin Neuhaus, Viola Vogelsang-Reichl, Waltraud Koller-Girke, Jost Hess, Marina Frister, Ilona Stadler, Martin Staffe und Rupert Troppmann. Bild: Hartl

Bürgermeister Rupert Troppmann zollte allen Beteiligten höchstes Lob: Der 6. Nofi-Lauf 2015 in seiner Stadt hat alle Erwartungen übertroffen. Davon profitieren jetzt auch vier soziale Einrichtungen.

Neustadt/WN. (ms) Ein sichtlich entspannter Rathauschef verhehlte bei der Abschlussveranstaltung am Donnerstagabend nicht, dass er sich vor der Großveranstaltung Sorgen gemacht habe - vor allem auch wegen der Topographie, für die Neustadt nichts könne. "Aber dass das so toll gelaufen ist, das gibt Kraft fürs nächste Mal."

Der Nordoberpfälzer Firmenlauf sei ein Super-Event. Begeisterung und Freude der Läufer seien auf die Bevölkerung übergeschwappt. Überall an den Straßen seien die Sportler mit Beifall angespornt worden. Die Illumination im Hofgarten sei großartig angekommen. "Neustadt ist wieder dabei, wenn es an der Reihe ist", versicherte Troppmann.

Martin Neuhaus, der zusammen mit Norbert Tannhäuser für die Kliniken Nordoberpfalz AG die Veranstaltung auf die Beine stellt, erinnerte an den organisatorischen Kraftakt. 5200 Läufer von 540 Betrieben seien am Start gewesen - so viele wie noch nie. 350 Helfer waren im Einsatz. "Wir liegen uns hinterher immer in den Armen, wenn alles geklappt hat." Beeindruckend sei das neun Minuten lange Video vom Start.

Neuhaus' Dank galt dem Medienhaus "Der neue Tag", mit dem der Nofi-Lauf alljährlich geschultert wird. "Das ist unser gemeinsames Kind", bescheinigte er Geschäftsführender Verlegerin Viola Vogelsang-Reichl und Marketingchefin Ilona Stadler. Ein dickes Kompliment machte er Bürgermeister Troppmann: "Neustadt war ein hervorragender Gastgeber."

Dank der vielen Sponsoren kam ein Erlös von 10.000 Euro zusammen. Je 2500 Euro nahmen Waltraud Koller-Girke vom Förderverein für Schwerkranke, Marina Frister vom Bunten Kreis, Jost Hess vom Arbeitskreis Asyl und Martin Staffe von der NT-Aktion "Lichtblicke" entgegen.



Förderverein Schwerkranke:

Ein großer Teil des Geldes fließt in die Ausbildung eines zweiten Palliativarztes und in die Finanzierung des Brückenteams für die Palliativberatung. Der Verein unterstützt aber auch die anderen Klinken. So hat er moderne Gehwagen für die Reha in Waldsassen und für die Geriatrie in Erbendorf angeschafft, ebenso einen Trainingssimulator für die Ausbildung der Ärzte im Klinikum Weiden.

Bunter Kreis Nordoberpfalz

Die Nachsorgeeinrichtung für junge Familien in der Region kümmert sich hauptsächlich um frühgeborene, chronisch und schwerkranke Kinder, wenn dafür die Kassen nicht aufkommen. Die Unterstützung erfolgt pflegerisch, psychologisch, sozialrechtlich beratend und begleitend. Wenn Eltern über einen längeren Zeitraum Muttermilch zu ihrem Baby in die Kinderklinik bringen müssen, werden die Fahrtkosten bezahlt.

Arbeitskreis (AK) Asyl:

Angesichts der Flüchtlingswelle sind Jost und Ursula Hess mehr denn je auf Spenden angewiesen. Sie betreuen in Weiden 260 Kinder, beispielsweise aus der Ukraine, aus Syrien und Afrika und leisten einen wesentlichen Beitrag zur Integration. Eine wichtige Aufgabe ist die Vermittlung von Deutschkenntnissen. Da niemand die Fahrtkosten zur Hausaufgabenbetreuung in Weiden für die Kinder bezahlt, muss der AK wöchentlich 750 Euro dafür aufbringen.

"Lichtblicke":

Seit 21 Jahren gibt es die Hilfsaktion des Medienhauses "Der neue Tag". In erster Linie werden Alleinerziehende, Ältere und Behinderte in der Region unterstützt - bisher mit über einer Million Euro. Bewährt hat sich, dass kein Bargeld ausbezahlt wird.
Weitere Beiträge zu den Themen: Oktober 2015 (8435)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.