Lauter "runde" Darbietungen

"Wir brauchen einen Sänger für The Jack von AC/DC!" Nichts Leichteres als das - zumindest beim jüngsten Malzhaus-Jam, der in Eschenbach über die Bühne ging. Schnell hatte sich Andreas Karl als Sänger gefunden, um mit verschiedenen Instrumentalisten den Song zu interpretieren.

Zum mittlerweile 9. Mal ging die Veranstaltung, die federführend von Martin Dilling und Andreas Karl auf die Beine gestellt wurde, über die Bühne. Im ersten Stock des Malzhauses herrschte großer Andrang bei den Zuhörern, aber auch bei den spiel- und singfreudigen Musikern. Alle waren begeistert.

Jazz, Rock und Pop durften natürlich nicht fehlen: Die Jam-Session im Malzhaus hat schon Kultstatus erreicht, die Musiker kommen aus nah und fern, um sich dem Eschenbacher Publikum zu präsentieren. Besonders auffällig - und auch besonders erfreulich - ist der Umstand, dass erstaunlich viele Jugendliche den Schritt wagen, um an die Öffentlichkeit zu gehen.

Bereits als Band aufgetreten sind die Jungs von "Mission Possible", die den Zuhörern gleich einmal mit Chuck Berry, Queen und Elvis einheizten - und es auch zum Mitsingen animierten. Vor wenigen Wochen hat die Band aus Weiden den dortigen Bandcontest "Weiden tobt" gewonnen - nicht zu Unrecht, wie die Zuhörer feststellen konnten.

Die Bandbreite der Darbietungen konnte sich wieder einmal hören lassen. Sie reichte von Adeles "Someone like you" über den Hard-Rock-Klassiker "Highway to hell" und Johnny Cashs "Sam Hall" bis hin zu den für die Jahreszeit typischen Songs wie "Have yourself a merry little christmas" und "Santa Claus is coming to town". So vielfältig die Musikstücke waren, so geographisch verteilt war auch die Herkunft der Akteure auf der Bühne: Weiden, Tirschenreuth, Ettsdorf bei Rieden, Mistelgau, Speichersdorf und natürlich auch Eschenbach waren nur einige Ortschaften.

Immer wieder bildeten sich spontan neue Formationen, mal gab es Instrumentalisten, die einen Sänger brauchten, dann wurde kurzerhand ein Gitarrist oder ein Schlagzeuger benötigt. Und herausgekommen ist bei dem zwanglosen Zusammenspiel stets eine "runde" Darbietung, die vom Publikum mit großem Wohlwollen aufgenommen wurde. Eindrucksvoll wurde an diesem Abend erneut bestätigt, dass die Veranstaltungsreihe "Malzhaus-Jam" ein Vakuum gefüllt, und sich bereits zu einer Musik-Plattform für die weite Region entwickelt hat.
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