Leben dem Roten Kreuz gewidmet
Verstorben

Werner Weiß. Bild: hfz
Kemnath. (luk) Noch in der Samstagausgabe lasen die Kemnather im "Neuen Tag" einen Bericht von Werner Weiß über die Aikido-Sportler ihrer Stadt. Nur drei Tage später herrschte Fassungslosigkeit über die Nachricht von seinem Tod: Am Dienstag war der 63-Jährige überraschend im Bayreuther Klinikum nach einer Notoperation in der Nacht zuvor gestorben.

25 Jahre lang leitete Weiß in der ehemaligen Kreisstadt das BRK-Seniorenheim "Haus Falkenstein". Zum 1. Oktober 1985 hatte er als Altenpfleger für die Tirschenreuther Heime begonnen. Ein Jahr später kam er nach Kemnath, wo er wiederum ein Jahr darauf zunächst die kommissarische Leitung des Altenheimes übernahm. In seine Zeit als Chef der Einrichtung fielen unter anderem der Anbau (1994 bis 1996) sowie die Gesamtsanierung (2000 bis 2006). Bei seiner Verabschiedung im Juni 2012 würdigten nicht nur BRK-Kreisgeschäftsführer Holger Schedl und -Kreisvorsitzender Franz Stahl die Verdienste eines "Menschen mit klarer, eigener Meinung", die Weiß auch in verschiedenen Arbeitskreisen auf Bezirks- und Landesebene vertrat.

Das BRK honorierte das Engagement des gebürtigen Konnersreuthers im vergangenen Jahr mit der Berufung in den Landesvorstand und ins Präsidium im Freistaat. Dort war er mit verantwortlich für den Aufbau der damals neu gegründeten Gemeinschaft Wohlfahrts- und Sozialarbeit.

Als Heimleiter berichtete Weiß unter dem Kürzel (wew) jahrelang über Veranstaltungen im "Haus Falkenstein". Die Freude am Schreiben für die Tageszeitung ließ sich der passionierte Hobbyfotograf im Ruhestand selbst von gesundheitlichen Problemen, die ihn seit Längerem plagten, nicht nehmen.

Dieses Talent nutzte auch der Kemnather CSU-Ortsverband, dem er seit dem 1. April 1978 angehörte, für die Pressearbeit. Vorsitzender Bürgermeister Werner Nickl reagierte bestürzt auf den plötzlichen Tod des langjährigen Vorstandsmitglieds, mit dem er noch vergangene Woche angeregt debattiert habe.

Der beliebte Kemnather hinterlässt seine Frau Brigitte, mit der er vier Jahrzehnte verheiratet war. Das Requiem in der Stadtpfarrkirche am Mittwoch, 4. November, beginnt um 14 Uhr. Anschließend ist die Urnenbeisetzung auf dem Kemnather Friedhof.
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