Leben zwischen Containern

Die Drehleiter (hinten) und vier kleinere Fahrzeuge stehen im Anbau schon in den "Startlöchern", wenn auch noch unter provisorischen Verhältnissen. Einiges Material lagert noch im Übergangsdepot in Erlheim.

Das alte Haus ist weg, das neue Domizil noch nicht fertig - wie lebt die Feuerwehr Sulzbach-Rosenberg mit dem laufenden Baubetrieb? Die Antwort lautet: mitdenken, organisieren, improvisieren. Optimal ist dieser Zustand momentan noch nicht, meint der Kommandant.

Vor einem Jahr etwa begann der "Auszug aus Ägypten": Material verpacken, auslagern, umlagern, dann kam der Bagger und riss das alte Garagengebäude der Feuerwehr am Annabergweg ab. Der neue Anbau wird Mitte des Jahres fertig. Die SRZ sprach mit Kommandant Armin Buchwald über die aktuelle Situation.

Herr Buchwald, wie stellt sich die momentane Raumsituation dar?

Wir können zwar schon vier kleinere Fahrzeuge und die Drehleiter, die bisher im Bauhof stand, im neuen Anbau unterstellen und das Ausrücken funktioniert auch schon. Aber der Mittelbau, die Verbindung zum Gerätehaus Bayreuther Straße, und der Keller sind noch nicht fertig. Darin befindet sich ja unter anderem das Materiallager.

Wo sind die Sachen jetzt?

Gerät, Mensch und Material existieren momentan in problematischen, beengten Verhältnissen, zwischen Containern und Kisten. Lange Wege sind die Folge. Aber die Einsatzbereitschaft unserer derzeit 75 Aktiven ist natürlich nicht gefährdet, und das war sie auch nie.

Was haben Sie heuer alles zu tun vor der Einweihung?

Mitte des Jahres wird es ernst: Umzug der Fahrzeuge, Einzug der Mannschaften in neue Aufenthalts- und Umkleideräume, Inbetriebnahme von Lagerkeller und Schlauchpflegezentrum.

Dann führen wir im Keller ein neues Lagerregalsystem ein. Einsatzgeräte werden in schnell transportable Behälter verpackt für die Wechselbeladung je nach Einsatzart. Und wir können auch die "Übergangsunterkunft" in Erlheim wieder auflösen. Der Turm bleibt und dient uns später als Übungsobjekt für Drehleiter-Einsätze.

Ihre Schwerpunkte für 2015?

Wir entwickeln Konzepte für wechselnde Beladungen der Fahrzeuge, nehmen den ABC-Dekon-Anhänger des Landkreises in Betrieb samt Hochregallager und arbeiten ein umfangreiches Fort- und Ausbildungsprogramm der Feuerwehrdienstleistenden ab.

Die Planung für das 150-jährige Jubiläum unserer Feuerwehr im Jahr 2017 läuft ebenfalls an. Und fast hätte ich die Einführung des neuen Digitalfunks vergessen: Schulung und Probebetrieb laufen parallel zum Analogbetrieb.
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