Lebendiger Ort der Begegnung

Die neue fachliche Leiterin Jessika Wöhrl-Neuber hat ein umfassendes Gesamtkonzept für das Familienzentrum Mittendrin entwickelt. Nun geht es darum, die Pläne zu verwirklichen. Bild: jzk

Das Familienzentrum Mittendrin entwickelt sich. Im Vorjahr hat die Stadt die Trägerschaft übernommen. Seit dem 1. März gibt es eine hauptamtliche Leiterin.

Kemnath. (jzk) Sozialpädagogin Jessika Wöhrl-Neuber ist zehn Wochenstunden im Mittendrin beschäftigt. Sie hat viele Ideen und Projekte, die sie mit Hilfe der zehn ehrenamtlichen Mitarbeiter umsetzen will. "Das Familienzentrum Mittendrin soll ein lebendiger Begegnungsort für Jung und Alt im Herzen der Stadt werden", stellt sich Wöhrl-Neuber vor. Die Familienarbeit solle weiter entwickelt werden. Dadurch unterstreiche Kemnath seine Stellung als sozial engagierte Stadt, die ihren Bürgern optimale Lebensbedingun bieten will. Durch feste und wechselnde Gruppen- und Kursangebote werde das Mittendrin einen Beitrag zum Bildungsangebot leisten.

Neue Kontakte

Die Leiterin wünscht sich, dass Eltern und Kinder neue Kontakte knüpfen. Die Sozialpädagogin möchte eine Lotsin sein und das Familienzentrum zu einem ersten, niederschwelligen Anlaufpunkt für Menschen machen, die Fragen zum Thema Familie haben. Bei einem weitergehenden Beratungsbedarf kann Jessika Wöhrl-Neuber Kontakte zu den betreffenden Einrichtungen wie die KoKi-Stelle in Tirschenreuth oder andere Beratungsstellen vermitteln. "Ich möchte den Eltern dabei behilflich sein, die passenden Angebote für sich und ihre Kinder zu finden", erklärt sie. Dabei sieht sie sich als "echte Ansprechpartnerin für die Eltern, die Stadt Kemnath und die Ämter" sowie das Mittendrin als Teil des landkreisweiten Netzwerks für junge Familien.

Kreativ einbringen

"Das Familienzentrum soll außerdem ein Ort sein, an dem sich jeder Bürger mit seinen Talenten und Erfahrungen kreativ einbringen kann", betont Wöhrl-Neuber. Auf diese Weise solle ein wertvoller Beitrag zum gegenseitigen Verständnis und zum Austausch der Generationen geleistet werden. Das Team des Familienzentrums will zudem für Gruppen mit einem besonderen Unterstützungsbedarf da sein. Dazu zählen beispielsweise vor kurzem nach Kemnath gezogene Familien, Alleinerziehende und besonders Flüchtlinge.

Bereits bestehende und geplante Angebote sind unter anderem: Frühstückstreff am Dienstag, Familiencafe am Mittwoch, Trauercafe (Elke Burger und Alfred Kick), Frühstück für Alleinerziehende (Elke Burger), Gesprächsgruppe für Eltern (ab Juli), Stadtsprechstunde für junge Eltern, Sportkurse für Mütter mit Babys, Ernährungskurse, Babymassage, Kreativwerkstatt (Christa Völkl), Stillgruppe (ab Juli), Baby-Massage-Kurse (ab Mai), Wildkräuter-Kochkurse, Vernissagen des Kreativladens "Rote Katze" aus Bayreuth, Angebote zur besseren Integration von amerikanischen Eltern (Gründung eines Netzwerks) und Wiedereinstiegsseminare für Mütter. Weiteren kreativen Vorschlägen steht Jessika Wöhrl-Neuber sehr aufgeschlossen gegenüber. Weil das Familienzentrum durch das ehrenamtliche Engagement von kinderlieben Menschen lebe, freue sie sich immer über neue freiwillige Helfer, betont die fachliche Leiterin.
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