Lebenshilfe auf vier Rädern

Bürgermeister Manfred Porsch (von links) mit den Erfolgsgaranten des Bürgerbusses: Johann Lautner, Margareta Engelhardt, Albert Busch, Eberhard Lahner, Herbert Kennerknecht Katharina Böttger, Altlandrat Dr. Klaus-Günther Dietel, Georg Söllner, Hermann Hübner, Roland Bär, Michael Schuster, Detlev Schmidt und Hans Engelbrecht. Bild: hia

Ein Institution feiert Geburtstag. Seit 25 Jahren gibt es den Bürgerbus im Landkreis Bayreuth. Landrat Herrmann Hübner hatte zur Feier 100 ehemalige und aktuelle Fahrer, in den Landgasthof Imhof geladen. Dass deren Arbeit nicht nur Vergnügen ist, zeigt die Tatsache, dass sich immer weniger zum Ehrenamt bereiterklären.

Bei der Feier blickte Landrat Hübner auf die Geschichte: 125 ehrenamtliche Fahrer beförderten bislang 340 000 Menschen zwischen 103 Ortschaften. Im Durchschnitt waren alle Fahrer 100 mal im Einsatz. "100 Tage für die Gemeinschaft", sagte der Landrat. Eine Million Euro habe das Projekt dem Landkreis gespart. Neben dem Menschen auf der "Jurahochfläche" profitieren besonders jene zwischen Creußen und Speichersdorf. Aktuell sind 25 Fahrer im Einsatz. "Ohne euch alle wäre unsere Gesellschaft um einiges ärmer.", sagte der Landrat in seiner Laudatio.

Dieses alles habe sich im Jahr 1989 noch nicht erahnen lassen. Damals nahm das Bürgerbusprojekt seinen Anfang: "Bürger fahren für Bürger", dies sei etwas völlig Neues gewesen. Vor allem für ältere Bürger bedeute das Angebot seither mehr Lebensqualität. Zwei Kleinbusse stelle der Landkreis hierfür zur Verfügung. Auch um die Organisation und Einteilung kümmert sich bis heute das Landratsamt.

Zum Erfolg machten das Projekt aber die Ehrenamtlichen. Hübner nannte hier Michael Schuster, Martin Wickles und Reinhard Schrüfer (Bauhof in Waischenfeld), Günter Vogel (Trocknung in Prebitz), Günter Küfner, Bärbel Hennel ("Schlüsseldienst" in Bieberswöhr) und Werner Rustler (Bauhof in Creußen). "Ohne diese Personen wäre unser Bürgerbus nicht denkbar.

Nicht minder galt der Dank den ehrenamtlichen Fahrern, die er eine kleine verschworene Gemeinschaft nannte. Als Protagonisten der Anfangszeit würdigte er Konrad Stenglein (Breitenlesau), Hermann Hofknecht (Waischenfeld), Eberhard Lahner (Neuhaus/Aufseß), Lina Böttger (Speichersdorf), Xaver Böhner (Bieberswöhr), Christian Baumann (Losau), Karl Buch (Lindenhardt), Margareta Engelhart (Lindenhardt), Roland Bär (Haag), Georg Söllner (Waischenfeld), Albert Busch (Speichersdorf) Hans Engelbrecht (Funkendorf) Johann Lautner (Haag) und Michael Schuster (Waischenfeld). Es sei etwas Besonderes, Teil dieser Erfolgsgeschichte zu sein, sagte Hübner. Der Bürgerbus selbst sei auch ein Treffpunkt und Ort des Austausches, gerade für die Älteren.

Hübner sagte, dass der Landkreis zu dem Projekt steht. "Allerdings werden unsere Anstrengungen, mit den Kommunen neue Fahrer zu finden, verstärkt werden müssen." Lob zollte dem Projekt auch Speichersdorfs Bürgermeister Manfred Porsch. An die Adresse der Fahrer sagte er: "Ihr wart nicht nur Chauffeure, sondern ein Stück Lebenshilfe.
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