Lehrer nicht alleine lassen

Seit 2003 gibt es in Amberg Sozialarbeiter an Schulen. Mittlerweile ist der Bedarf auch im Landkreis angekommen, wie die Schnaittenbacher Stadträte von Konrektor Thomas Schmidt erfuhren.

Schnaittenbach. (tk) Michaela Bergmann, die Leiterin der Grund- und Mittelschule, fiebert der Geburt ihres zweiten Kindes entgegen. Während des Mutterschutzes hat Stellvertreter Thomas Schmidt das Sagen. Für ihn war es selbstverständlich, am Donnerstagabend ins Rathaus zu kommen - stand doch ein für ihn wichtiges Thema auf der Tagesordnung: Schnaittenbach soll einen Schulsozialarbeiter bekommen. Die Frage von Liborius Gräßmann (CSU), ob der Bedarf tatsächlich gegeben sei, beantwortete Schmidt mit Sätzen wie diesen: "Viele Kinder wachsen nicht mehr so behütet auf, wie wir das gerne hätten. Das steht einem vernünftigem Schulabschluss oft im Weg."

SPD-Fraktionsvorsitzender Georg Dobmeier bestätigte: "Die Probleme sind in den letzten zehn Jahren explodiert." Die Lehrer benötigten Unterstützung, da sie weder die Zeit noch die Ausbildung hätten, erzieherische Fehler der Eltern auszubügeln. Bürgermeister Josef Reindl schätzte, dass sich Schnaittenbach die vom Landratsamt vorgeschlagene Stelle wohl mit einer anderen Schule werde teilen müssen. "Vermutlich mit Hirschau", ergänzte stellvertretender Bürgermeister Uwe Bergmann.
Weitere Beiträge zu den Themen: Mittelschule (11033)November 2014 (8194)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.