Leiser Alarm

Das Dröhnen der Sirenen in Erdenweis und Wunschenberg ist Vergangenheit. Die Feuerwehren vor Ort brauchen sie nicht mehr. Warum, das erklärte Rathauschef Günter Kopp beim Bürgergespräch.

Die örtlichen Feuerwehren werden inzwischen per SMS über eine Zentrale in Kemnath informiert, erklärte der CSU-Ortsvorsitzende im Gasthaus Fröhler. Die Sirenen seien laut Aussage des Kreisbrandinspektors daher nicht mehr nötig. Für die Brandschützer in Zinst und Oberwappenöst seien neue TSF-Fahrzeuge in den Jahren 2017 und 2020 geplant. Welche der Feuerwehren als erste zu Zug kommt, müssten beide noch absprechen.

Eine Stufe rauf

Von der Priorität zwei in die Stufe eins aufgewertet worden ist die Straße von Wunschenberg in das Naabtal mit einer Länge von 1,45 Kilometer, teilte Kopp zum Kernwegenetz mit. Durch den Strukturwandel und den veränderten Mobilitäts- und Freizeitbedürfnissen haben sich die Anforderungen an das landwirtschaftliche Wegenetz geändert. Den schweren und überbreiten Schleppern und Maschinen gelte es mit einem Ausbau zu begegnen. Die Wege bedürften einer Tragfähigkeit von 40 Tonnen, eine Straßenbreite von 3,5 Meter sowie jeweils einen Meter Bankettstreifen und ausgebildete Straßengräben.

Kopp erinnerte an die Verlegung der Wasserleitung in Erdenweis, die zum Teil auf Privatgrund erfolgte. Die alte Leitung war mitten durch ein landwirtschaftliches Anwesen verlaufen. Nun habe der Landwirt mehr Handlungsspielraum, bei Reparaturarbeiten könne die Leitung leichter erreicht werden. Der Redner sprach auch die getätigten Straßenausbesserungsmaßnahmen sowie das Zurückschneiden der Hecken und Sträucher sowie das Säubern der Straßengräben entlang der Gemeindeverbindungsstraßen an.

15 Prozent fehlen noch

"Unser Gemeindegebiet ist mit Abschluss der Maßnahme bis zu 85 Prozent abgedeckt", erklärte Kopp zum momentanen Ausbau des Breitbandnetzes. Dieser soll laut Vertrag Ende Februar 2016 abgeschlossen sein. Er hoffe auf ein Anschlussprogramm, um die übrigen vier Gemeindebereiche auch noch bedienen zu können.

Ebenfalls ging der CSU-Ortsvorsitzende auf die sogenannten Bürgermeisterkanäle, die in der Regel der Oberflächenentwässerung im ländlichen Raum dienen und in Vorfluter münden. Für diese Abwassersysteme liefen derzeit Wasserrechtsverfahren.

Mit seinem Dank für ehrenamtliches Engagement in Vereinen und Dorfgemeinschaften beendete Kopp seine Ausführungen. In der Diskussion machte Ludwig Dötterl auf einen kaputten Schacht aufmerksam, der im Frühjahr erneuert werden muss.
Weitere Beiträge zu den Themen: Oktober 2015 (8435)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.